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Umweltatlas Berlin

01.15 Ingenieurgeologische Karte (Ausgabe 2017)

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Talsand im Bereich des Urstromtales und der Nebentäler

Im Warschau-Berliner Urstromtal ist der Talsand (qw/S/ut) überwiegend mehr als 10 m mächtig, darunter folgen die Sedimente der Saale-Kaltzeit.

In den oberen Lagen ist der Talsand fein- bis mittelkörnig, z. T. schwach schluffig, mit zunehmender Tiefe wird er gröber und enthält hier häufig kiesige Beimengungen.

Die weichsel- und auch die saalekaltzeitliche Grundmoräne ist überwiegend erodiert, so dass die weichselkaltzeitlichen Sande hier meist direkt von älteren Sanden (manchmal bis in mehr als 50 m Tiefe) unterlagert werden.

Im Panketal, einem Nebental des Urstromtales, ist die gleiche Sandabfolge (qw/S/ut) anzutreffen, nur beträgt deren Mächtigkeit selten mehr als 10 m.

Lokal treten Geschiebemergeleinlagerungen auf, die als Erosionsreste sowohl der weichselkaltzeitlichen als auch der saalekaltzeitlichen Grundmoräne gedeutet wurden.

Auf Grund ihres rolligen Charakters besitzt der Talsand ein hohes Wasserleitvermögen und stellt einen guten Grundwasserleiter dar.

Tab. 4: Bodenphysikalische Werte des Talsandes (qw/S/ut)
Korngrößenverteilung: 1 - 4 m Tiefe:
Feinsand, ± mittelsandig, Fein- bis Mittelsand, schwach grobsandig
4 - 10 m Tiefe:
Mittelsand, feinsandig, ± grobsandig, z.T. schwach kiesig
Mittelsand, ± grobsandig, z.T. kiesig
Am Rand des Urstromtales:
häufig mit höherem Schluffanteil, innerhalb des Urstromtales lokal mit Geschiebemergelresten, Geröllhorizonten und Schlufflagen
Kurzzeichen/Gruppensymbol nach DIN 18 196: meist SE
Ungleichförmigkeit U: meist 1,6 - 2,8; lagenweise > 3,2
Dichte des feuchten Bodens ρ: 1,5 g/cm³ (1,5 - 2,5 m Tiefe)
1,8 g/cm³ (2,5 - 6,0 m Tiefe)
2,1 g/cm³ (6,0 - 7,0 m Tiefe)
Trockendichte ρd: 1,45 - 1,9 g/cm³
Wassergehalt w: 5 % (über dem Grundwasser)
20 % (im Grundwasser)
Lagerungsdichte: mitteldicht, mit Tiefenzunahme dicht

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