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Umweltatlas Berlin

01.15 Ingenieurgeologische Karte (Ausgabe 2017)

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Holozäne Sedimente

Holozäne Sedimente (humoser Sand, Torf, Mudde, qh//Hm, Hn, F), teils mit Mächtigkeiten von mehr als 10 m, sind überwiegend im Bereich des Urstromtales und des Panketales anzutreffen. Sie befinden sich meist im Bereich ehemaliger oder rezenter Wasserläufe bzw. Gewässer und stellen in der Regel einen ungünstigen Baugrund dar (Tab. 1 und 2).

Tab. 1: Bodenphysikalische Werte des Torfs (qh//Hn)
Kurzzeichen/Gruppensymbol nach DIN 18 196: HN - HZ
organische Bestandteile Vgl.: 17,0 - 95,0 %
Dichte des feuchten Bodens ρ: 0,95 - 1,75 g/cm³
Trockendichte ρd: 0,1 - 0,5 g/cm³
Steifemodul Es (σ = 0,1 - 0,2 MN/m²): 0,4 - 3,0 MN /m²

Tab. 2: Bodenphysikalische Werte der Mudde (qh//F)
Kurzzeichen/Gruppensymbol nach DIN 18 196: F
organische Bestandteile Vgl.: 3,0 - 60,0 %
Dichte des feuchten Bodens ρ: 1,0 - 1,8 g/cm³
Trockendichte ρd: 0,3 - 1,3 g/cm³
Steifemodul Es (σ = 0,1 - 0,2 MN/m²): 0,8 - 2,7 MN/m²

Dünen, die in der abklingenden Weichsel-Kaltzeit und im frühen Holozän aufgeweht wurden, bestehen aus mittelsandigen Feinsanden (qw-qh//d). Sie sind meist wenige Meter mächtig, können aber auch Höhen über 10 Meter erreichen.

Tab. 3: Bodenphysikalische Werte des Dünensandes (qw-qh//d)
Korngrößenverteilung: Feinsand, Fein- bis Mittelsand, Mittelsand, feinsandig
Kurzzeichen/Gruppensymbol nach DIN 18 196: SE
Ungleichförmigkeit U: 1,4 - 2,5
Dichte des feuchten Bodens ρ: 1,45 - 1,9 g/cm³
Trockendichte ρd: 1,4 - 1,85 g/cm³
Wassergehalt w: 2 - 6 %
Lagerungsdichte: locker

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