Geoportal  



 

Umweltatlas Berlin

09.01 Umweltgerechtigkeit (Ausgabe 2015)

Kartenansicht English Text available Inhalt    zurück weiter

Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Darstellung der Kernindikatoren der Planungsräume im Vergleich zur Gesamtstadt

Abb. 22: Mehrfachbelastung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach Planungsräumen (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]
 

Abb. 23: Mehrfachbelastung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern in allen Planungsräumen (Abweichungen sind rundungsbedingt) (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]
 
Gesamteinordnung im Berliner Maßstab

Hinsichtlich der Verteilung der Planungsräume liegt der Bezirk leicht über den Berliner Durchschnitt. In Bezug auf die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner gibt es zwar keine vier- und fünffach belastete Bevölkerung, gleichzeitig ist aber der Anteil der dreifach belasteten Betroffenen deutlich höher.

Räumliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Der innerstädtische Teil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ist flächendeckend durch Mehrfachbelastung unterschiedlichen Grades gekennzeichnet. Auch die südlich an die Ringbahn angrenzenden Räume in Friedenau (0703) und Tempelhof (0704) mit vergleichsweise hoher städtebaulicher Dichte und gemischter Nutzung weisen i.d.R. Zwei- bis Dreifachbelastung auf.
Südlich des Teltowkanals sind keine Planungsräume mit nennenswerten Belastungen anzutreffen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Bei vielen Faktoren sind die Abweichungen zum Berliner Durchschnitt relativ gering. Am deutlichsten negativ sind die Abweichungen bei der Luftbelastung. Während der Anteil der PLR mit hoher Luftbelastung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg 41,3 % beträgt, beträgt dieser gesamtstädtisch nur etwa die Hälfte dessen (24,4 %).

Zahl der Betroffenen in den besonders belasteten Planungsräumen

Auch bei den Anteilen der Betroffenen in den verschiedenen Belastungsstufen bewegt sich Tempelhof-Schöneberg annähernd im Berliner Durchschnitt. Der etwas höhere Anteil an Betroffenen in Räumen mit Dreifachbelastung wird durch das Fehlen von Vier- und Fünffachbelastungen sowie einem höheren Anteil an Bewohnern in unbelasteten Planungsräumen in der Bilanz "ausgeglichen".

Bezirk Neukölln

Darstellung der Kernindikatoren der Planungsräume im Vergleich zur Gesamtstadt

Abb. 24: Mehrfachbelastung im Bezirk Neukölln durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach Planungsräumen (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]
 

Abb. 25: Mehrfachbelastung im Bezirk Neukölln durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern in allen Planungsräumen (Abweichungen sind rundungsbedingt) (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]
 
Gesamteinordnung im Berliner Maßstab

Der Süden des Bezirkes Neukölln ist kaum belastet. Die dicht bebauten, auch von sozialen Herausforderungen geprägten Planungsräume des Neuköllner Nordens weisen dagegen durchgängig mittlere bis hohe Belastungen auf (insbesondere PLR Wissmannstraße, Flughafenstraße, Körnerpark, Glasower Straße, Bouchéstraße, Reuterkiez, Donaustraße, Rixdorf, Treptower Straße Nord, Gewerbegebiet Ederstraße, Gewerbegebiet Köllnische Heide, Buschkrugallee Nord). In diesen Planungsräumen konzentriert sich zugleich eine große Zahl der Neuköllner Einwohnerinnen und Einwohner. Insgesamt bewegt sich der Bezirk Neukölln annähernd im Berliner Durchschnitt.

Räumliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Schwerpunkt der Mehrfachbelastung ist der Neuköllner Norden, d.h. die Planungsräume innerhalb der Innenstadtgrenze sowie die unmittelbar südlich der Ringbahn anschließenden, noch gründerzeitlich geprägten Bereiche. Hier sind durchgängig mittlere bis hohe Belastungen zu finden. Die Situation im Süden Neuköllns stellt sich dagegen weitgehend als wenig oder gar nicht belastet dar.

Inhaltliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Am deutlichsten nach unten abweichend ist die Verteilung der Klassifikationen beim Status-Index. So beträgt der Anteil der PLR mit hoher, sehr hoher Problemdichte in Neukölln 52,0 %, während der Anteil gesamtstädtisch bei 22,8 % liegt. Bei den Umweltfaktoren fallen insbesondere die Versorgungsdefizite im Bereich der Grünflächen und die vergleichsweise höhere thermische Belastung auf.

Zahl der Betroffenen in den besonders belasteten Planungsräumen

Rund zwei Drittel (61,6 %) der Neuköllner Einwohnerinnen und Einwohner ist mindestens von einer Zweifachbelastung betroffen (Berlin 49,8 %). Dementsprechend sind in Neukölln prozentual auch mehr von stärkerer Belastung betroffene Einwohnerinnen und Einwohner zu finden. Gegenüber stadtstrukturell vergleichbaren anderen innerstädtischen Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte oder sogar Charlottenburg-Wilmersdorf ist die Abweichung nach unten zum Berliner Durchschnitt aber weniger signifikant.

Kartenansicht English Text available Inhalt    zurück weiter

umweltatlas_logo_klein