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Umweltatlas Berlin

09.01 Umweltgerechtigkeit (Ausgabe 2015)

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Bezirksbezogen

Bezirk Mitte

Darstellung der Kernindikatoren der Planungsräume im Vergleich zur Gesamtstadt

Abb. 10: Mehrfachbelastung im Bezirk Mitte durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach Planungsräumen (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

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Abb. 11: Mehrfachbelastung im Bezirk Mitte durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern in allen Planungsräumen (Abweichungen sind rundungsbedingt) (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

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Gesamteinordnung im Berliner Maßstab

Mitte stellt einen der am stärksten belasteten Bezirke Berlins dar: Mit 8 von 20 Planungsräumen in Fünf- und Vierfachbelastung (d.h. 40,0 %) befinden sich hier eine überproportional hohe Zahl von hoch belasteten Räumen. Noch deutlicher wird diese Problematik beim Blick auf die Einwohnerzahl. Hier stellt der Bezirk Mitte knapp die Hälfte aller betroffenen Berlinerinnen und Berliner, die in den am stärksten belasteten Räumen leben (99.481 von insgesamt 204.116 aller Berliner/-innen (48,7 %)).

Räumliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Flächenmäßig ausgeprägt sind besonders belastete Räume der nördlichen Ortsteile Wedding außerhalb der Ringbahn (PLR Westliche Müllerstraße, Reinickendorfer Straße, Sparrplatz, Soldiner Straße, Gesundbrunnen) sowie das westliche Moabit (PLR Beusselkiez, Heidestraße). Die historische Innenstadt bildet ebenfalls einen deutlich belasteten Raum, Spandauer und Rosenthaler Vorstadt (PLR Oranienburger Straße, Charitéviertel, Invalidenstraße) sind dagegen vergleichsweise weniger stark belastete Teilräume des Bezirks.

Inhaltliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Nahezu durchgängig problematisch (hohe Kategorien) ist die thermische Belastung in den i.d.R. hochverdichteten, eng bebauten Bereichen. Während der Prognoseraum Zentrum (0101) nahezu flächendeckend eine hohe Luftbelastung aufweist, finden sich in den übrigen Prognoseräumen in höherem Maße mittel belastete Planungsräume. Gegenläufig stellt sich die Verteilung bei der sozialen Situation dar, hier ist der Prognoseraum Zentrum (0101) – im Gegensatz zu den anderen Prognoseräumen – überwiegend als durchschnittlich, teilweise sogar gut einzustufen.

Zahl der Betroffenen in den besonders belasteten Planungsräumen

Deutlich wird die besondere Belastung der Prognoseräume Gesundbrunnen (0103) und Wedding (0104) und in geringerem Maße Moabit (0102) bei Einbeziehung der Bevölkerungszahlen in den höchsten Belastungskategorien 4 und 5. Von insgesamt 348.102 Einwohnerinnen und Einwohnern (28,7 %) leben 99.481 Personen in diesen Prognoseräumen.

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Darstellung der Kernindikatoren der Planungsräume im Vergleich zur Gesamtstadt

Abb. 12: Mehrfachbelastung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach Planungsräumen (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

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Abb. 13: Mehrfachbelastung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg durch die Kernindikatoren Lärm, Luftbelastung, Grünversorgung, thermische Belastung sowie Status-Index (Soziale Problematik) nach betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern in allen Planungsräumen (Abweichungen sind rundungsbedingt) (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG 2015c)

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Gesamteinordnung im Berliner Maßstab

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört hinsichtlich der Umweltgerechtigkeit zu den am stärksten benachteiligten Bezirken in Berlin. Zwei- bis Dreifachbelastung der Planungsräume ist die Regel. Die Zahl der durch mehrere Kernindikatoren negativ betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner ist ebenfalls höher als im Berliner Durchschnitt (Bezirk 212.898 (77,8 %), Berlin 1.771.903 betroffene Personen (50,4 %)).

Räumliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Der Bezirk ist insgesamt Schwerpunkt der Belastungen, nur einige Planungsräume, etwa in Angrenzung zur Tempelhofer Freiheit (PLR Chamissokiez), im Kreuzberger Osten (östlich und westlich des Görlitzer Parks, PLR Reichenberger Straße, Wrangelkiez) sowie im Friedrichshainer Westen (PLR Barnimkiez, Weberwiese) weisen eine einfache Belastung auf.

Inhaltliche Schwerpunkte der Mehrfachbelastung

Mit Ausnahme der (nur wenig unterdurchschnittlichen) Lärmbelastung sind alle Kernindikatoren und die soziale Situation deutlich schlechter als im Berliner Mittelwert. Ansätze für Handlungsbedarf gibt es mithin in nahezu allen Feldern der Umweltgerechtigkeit.

Zahl der Betroffenen in den besonders belasteten Planungsräumen

Sehr gering ist der Anteil der Bürger und Bürgerinnen aus Friedrichshain-Kreuzberg, die in einem unbelasteten Planungsraum leben. 77,8 % aller Personen (212.898 EW) leben in Planungsräumen mit mindestens zwei Belastungen. Sie sind folglich neben den Herausforderungen aufgrund der sozialen Situation mindestens immer noch einer Gesundheitsbelastung ausgesetzt.

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