Umweltatlas Berlin
08.01 Versorgungsbereiche Gebäudewärme /
08.02 Überwiegende Heizungsarten (Ausgabe 1996)
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Kohlendioxid-Emissionen
Das seit einigen Jahren in den Mittelpunkt der Diskussion gerückte Kohlendioxid (CO2) läßt sich dagegen durch technische Maßnahmen nicht entscheidend reduzieren.
Ansatzpunkte für die Umsetzung des politischen Ziels einer 25 %-Minderung der Kohlendioxid-Emission pro Kopf der Bevölkerung bis 2010 sind die größtmögliche Effizienz im Hinblick auf den Wärme- und übrigen Energiebedarf und ein insgesamt ressourcenschonender Umgang mit allen Rohstoffen. Der Berliner Senat hat zu diesem Zweck im Dezember 1994 das Energiekonzept Berlin beschlossen. Schwerpunkte des Berliner Konzepts sind u.a. die Reduzierung des Energieverbrauchs zur Wohnraum- und Arbeitsstättenbeheizung, hier insbesondere der öffentlichen Einrichtungen.

Abb. 2: CO 2-Emissionen (kg) bei Brennstoffeinsatz von 1 kWh Primärenergie ( nach MUNR 1994)

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Abb. 1: Gesamter Brennstoffeinsatz und CO2-Emissionen in bedeutenden Berliner Heizkraftwerken 2000

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Im Bereich des größten Energieeinsparpotenziales, dem Wohnungsbestand, sollen im Jahre 2010 gegenüber 1990 rund 1,85 Mio. t CO2 eingespart werden. Bis 1994 konnten bereits mehr als 150 000 Wohnungen energietechnisch umgestellt bzw. optimiert werden (vgl. Tab. 1).

[Ca. 15 KB groß.]
Tab. 1: CO 2-Reduktion durch öffentlich geförderte Sanierungsmaßnahmen bei 50 000 Wohneinheiten (WE) 1991 (%-Angaben relativ zur CO 2-Emission von Braunkohle)( nach Valentin 1994)

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Tabelle 2 verdeutlicht den Abbau der CO2-Emissionen im Land Berlin für den Zeitraum von 1987 bis zum ersten Halbjahr 1994.


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Für den Neubaubereich gilt als Ziel ein Niedrigenergiestandard, der die Vorgaben der Wärmeschutzverordnung um mindestens 20 % unterschreitet.
Angesichts der immensen Sanierungserfordernisse, aber auch vieler aktueller großflächiger Neubaumaßnahmen kommt weiteren konzeptionellen Überlegungen große Bedeutung zu. Zu diesem Zweck sind bisher etwa 20 Energiekonzepte erstellt worden, die auch die stärkere Einbeziehung regenerativer Energieträger vorsehen. So werden in Berlin pro Jahr etwa 9,5 Mrd. kWh Strom verkauft, direkt von der Sonne werden dagegen bisher nur ca. 200 000 kWh aus etwa 160 Photovoltaik-Anlagen gewonnen. Zusätzlich bestehen z. Zt. rund 1 000 solarthermische Anlagen, über die u. a. Brauchwasser erwärmt wird. Der Einsatz von Wärmepumpen zur Heizenergieversorgung ist vernachlässigbar gering.
Zentrale Bedeutung für die Bereitstellung von Wärme haben dagegen in der Stadt die 12 Heizkraftwerke der BEWAG. Daneben existieren etwa 40 Anlagen als Blockheizkraftwerke (Stand: Februar 1995) mit einer thermischen Gesamtleistung von 55 MW (im Vergleich dazu HKW Reuter-West: 650 MW) sowie mehrere hundert genehmigungsbedürftige Feuerungsanlagen im öffentlichen und privaten Bereich. Da die Umweltfreundlichkeit der Fernwärme auch von den in den Erzeugeranlagen eingesetzten Brennstoffen abhängt, stellt Karte 08.02.2 für die größeren Anlagen der Versorger den Brennstoffeinsatz im Wärmemarkt für 1994 dar.
Die vorliegenden Karten 08.01 und 08.02 stellen erstmalig den derzeitigen Anteil der einzelnen Energieträger für Wohnraum- und Arbeitsstättenbeheizung im Gebäudeblock dar. Sie liefern damit eine wertvolle Hilfe für die geplante Ausweisung von Vorranggebieten für Fernwärme und Erdgas und verdeutlichen die noch bestehenden Sanierungserfordernisse. Für Neubaugebiete werden Anschlußpotenziale an bestehende Versorgungsnetze aufgezeigt.

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