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Umweltatlas Berlin

07.01 Verkehrsmengen (Ausgabe 1995)

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Tägliche Schwankungen

Die täglichen Schwankungen können beispielhaft an den Tagesganglinien einer Strecke im Stadtzentrum sowie einer radial auf das Stadtzentrum zuführenden Strecke verdeutlicht werden (vgl. Abb. 5 und Abb. 6). Der Ganglinientyp verläuft im Citybereich relativ konstant, zwischen 6 und 19 Uhr bewegen sich die Richtungsbelastungen in nur geringen Schwankungsbreiten, so daß Belastungsspitzen kaum erkennbar sind. Die Berufsverkehrsspitzen sind hingegen auf den zuführenden Strecken wesentlich deutlicher ausgeprägt.

Abbildung 5
Abb. 5: Tagesganglinie Brückenstraße, 17. Januar 1995, Bezirk Mitte (SenVuB 1995)

Der Darstellung der Karte liegen mit dem durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) rechnerisch aufbereitete Zahlen zugrunde, die diese jahreszeitlichen, wochentags- bzw. tageszeitbezogenen Schwankungen nicht explizit aufweisen können.

Abbildung 6
Abb. 6: Tagesganglinie Frankfurter Allee, 21. Oktober 1993, Bezirk Friedrichshain (SenVuB 1995)

An ca. 360 Zählstellen wurden Kurzzeitzählungen (vier Stunden) durchgeführt. Wegen der stündlichen Schwankungen im Verkehrsfluß eines Tages war für jede Strecke ein gesonderter Hochrechnungsfaktor aus vorhandenen 12-Stunden-Zählungen an kontinuierlich registrierenden Langzeitmeßstellen zu ermitteln, mit dem die Zähldaten dann auf die 12-Stunden-Verkehrsstärke (7.00 bis 19.00 Uhr) hochgerechnet wurden.

Um darüberhinaus auch die jahreszeitlichen Schwankungen im Kfz-Verkehr durch Witterungseinflüsse und die Ferienzeiten auszugleichen, wurden anschließend die 12-Stunden-Daten mit Wochenfaktoren multipliziert, die ebenfalls an den automatischen Langzeitzählstellen ermittelt wurden.

Als letzter Schritt war dann noch eine Hochrechnung auf 24-Stunden-Werte notwendig, getrennt nach DTV-Wt sowie DTV.

Die Baustellensituation ist nicht gesondert gekennzeichnet. Insbesondere in den östlichen Bezirken waren während der Zählungen diverse Baustellen und Umleitungsstrecken vorhanden. Da die Zählungen über mehrere Jahre erfolgten, wurden die Verkehrsmengen auf einen einheitlichen Netzzustand angeglichen.

Im Vergleich zum Umweltatlas aus dem Jahr 1985 ist eine deutliche Steigerung des Verkehrsaufkommens festzustellen. Die Differenzierung in den Verkehrsmengenklassen mußte deshalb im unteren Bereich verringert werden. Deutliche Beispiele für erhöhte Verkehrsmengen liefern die innerstädtischen Autobahnen.

Auf einigen Straßenzügen sind die Richtungsfahrbahnen räumlich voneinander getrennt. Dies ist zum Beispiel am Autobahnabschnitt auf der Höhe des Internationalen Congress Centrums (ICC) und auf den Kanaluferstraßen in Kreuzberg der Fall. In der Karte können bei diesen Straßen die unterschiedlichen Richtungsfahrbahnen andere Farbgebungen aufweisen, als wenn sie, wie die übrigen Straßen, als Summe beider Richtungsfahrbahnen dargestellt würden.

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