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Umweltatlas Berlin

06.09 Städtebauliche Dichte (Ausgabe 2012)

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Problemstellung

Die natürliche Landschaft und die Siedlungsentwicklung haben gleichermaßen die Stadtstruktur Berlins geprägt.

Mit den Karten 06.01 "Reale Nutzung der bebauten Flächen", 06.02 "Grün- und Freiflächenbestand" und 06.07 "Stadtstruktur" wird die Art der Nutzung des Stadtgebietes differenziert beschrieben. Aussagen zum Maß der baulichen Nutzung sind jedoch mit den bisher vorliegenden Karten nur indirekt möglich.

Erst mit dem Maß der baulichen Nutzung kann jedoch die städtebauliche Dichte und die Nutzungsintensität und damit neben der Ausstattung und Freiflächenversorgung auch die städtebauliche Qualität eines Wohngebietes beschrieben werden.

In den vorliegenden Karten wurde daher erstmals auf der Ebene der Blöcke und Teilblöcke für die gesamte Stadt das vorhandene Maß der baulichen Nutzung in Form der Grundflächenzahl (GRZ) und der Geschossflächenzahl (GFZ) kartiert. Die Karten 06.09.1 Grundflächenzahl (GRZ) und 06.09.2 Geschossflächenzahl (GFZ) ermöglichen einen detaillierten Überblick der städtebaulichen Dichte Berlins.

Bei den beiden Kenngrößen Grundflächen- und Geschossflächenzahl handelt es sich um baurechtliche Planungswerte, die die Ausnutzung der Baugrundstücke darstellen. Grundlage für die Berechnung sind die Regelungen der Baunutzungsverordnung 1990 (im folgenden BauNVO). Die abweichenden Regelungen der Baunutzungsverordnungen 1962, 1968 und 1977 bleiben unberücksichtigt, da sie bei der Darstellung der städtebaulichen Dichte nicht ins Gewicht fallen.

Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt den Anteil der mit baulichen Anlagen überdeckten Fläche im Verhältnis zum Baugrundstück an (vgl. § 19 Abs. 1 BauNVO).

Die Geschossflächenzahl (GFZ) ist eine Größe, die die Intensität der Nutzung einer Fläche widerspiegelt. Sie gibt an, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche vorhanden sind und berechnet sich nach den Außenmaßen aller Vollgeschosse der Gebäude (vgl. § 20 Abs. 2 und 3 BauNVO).

In Anlehnung an die Definitionen der Baunutzungsverordnung zeigen die Karten die Kennwerte der städtebaulichen Dichte auf der Ebene der einzelnen Blöcke, da eine grundstücksscharfe Darstellung für eine Übersichtskarte nicht geeignet ist. Bei der vorliegenden Untersuchung wurde der real vorliegende Bestand dieser beiden Planungsgrößen ermittelt und zeigt somit die aktuelle Nutzungsintensität aller mit Gebäuden bebauten Flächen.

Die Karten sollen einen Vergleich der realisierten Bauflächenausnutzung mit den Darstellungen und Festsetzungen der Berliner Bauleitpläne (Flächennutzungsplan, Baunutzungsplan und Bebauungspläne) und Hinweise für die Lokalisierung von Über- oder Unternutzung von Flächen ermöglichen. Deshalb sind die Schwellenwerte der Darstellung bzw. die Klassengrenzen in Anlehnung an die des Baunutzungs- und Flächennutzungsplanes definiert. Um in den dicht bebauten Altbaugebieten eine differenziertere Aussage zu erhalten, wurden über der Geschoßflächenzahl von 1,5 weitere Klassen gebildet.

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