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Umweltatlas Berlin

05.06 Natur- und Landschaftsschutzgebiete (Ausgabe 1995)

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Methode

Die Schutzgebiete (NSG, LSG, GLB, ND) und ihre Bearbeitungsstände wurden in ihrer räumlichen Abgrenzung dargestellt. Gebiete, deren Flächen sich überlagern, sind durch eine grüne Außenlinie gekennzeichnet. Die Flächen der Schutzgebiete (z.B. NSG ”Wiesengrund” und LSG ”Niederungssystem des Neuenhagener Mühlenfließes und seiner Vorfluter” in Brandenburg) decken sich an diesen Stellen.

Berlin

In Berlin gibt die Darstellung der nach § 30a NatSchGBln geschützten Biotope lediglich den derzeitigen Stand der Erfassung wieder und stellt keine abschließende Auflistung oder Bekanntmachung im rechtlichen Sinne dar. Es können weitere, hier nicht bekannte Flächen, insbesondere auf privaten Grundstücken existieren. Die in den NSG, GLB und ND vorhandenen geschützten Biotope sind sowohl in Berlin als auch in Brandenburg wegen ihrer meist identischen Flächenausprägung nicht eingetragen. Für Berlin erfolgte keine flächengetreue Darstellung der § 30a Biotope, sondern eine Kennzeichnung durch Symbole, welche Flächen < 1 ha, > 1 ha und linienhafte Biotope (z.B. Röhrichte) unterscheiden.

Die Erfassung der § 30a Biotope basiert auf dem vom Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege beauftragten Gutachten zur ”Definition und Beschreibung der nach § 30a des Berliner Naturschutzgesetzes geschützten Biotope” (ArbeitsgemeinschaftHemeier und Steinlein 1995). Das Gutachten gibt einen Überblick über die Umsetzung des § 20c BNatSchG in den einzelnen Bundesländern (gesetzliche Regelungen, vorliegende Materialien, Merkmale, Mindestgrößen), wobei insbesondere auf Brandenburg eingegangen wird. Es enthält eine allgemeine Definition der Biotoptypen bzw. Begriffe des § 30a NatSchGBln, welche diese anhand ihrer strukturellen Beschaffenheit, ihrer standörtlichen Bedingungen und ihrer charakteristischen Vegetationsformationen kurz beschreibt. Der Schwerpunkt liegt auf einer floristisch-vegetationskundlichen Charakterisierung. Die unterschiedlichen Ausprägungen, Besonderheiten und das Vorkommen des Biotoptyps in Berlin werden erläutert. Des weiteren enthält das Gutachten eine Abgrenzung der einzelnen Biotoptypen untereinander, damit ein Bestand möglichst eindeutig einem Begriff des § 30a NatSchGBln zugeordnet werden kann. Eine Übersicht listet die in Berlin vorkommenden Pflanzengesellschaften des Biotoptyps auf, um eine leichtere Abgrenzung der Bestände zu ermöglichen. Darüber hinaus werden Hinweise zur Bedeutung des Biotoptyps für die Fauna gegeben und beispielhafte Vorkommen in Berlin genannt. Die Einstufungskriterien beschreiben, wann bzw. in welcher Ausprägung eine Einzelfläche nach § 30a geschützt ist bzw. welche Mindestbedingungen erfüllt sein müssen. Hierbei werden Sukzessions-, Degradations- oder Regenerationsstadien berücksichtigt, wobei zu beachten ist, daß bei einem sehr seltenen oder seltenen Vorkommen eines besonders geschützten Biotoptyps in Berlin dieser in der Regel in jeglicher Ausprägung geschützt ist. Stark entwertete Biotope wurden unter Hinzuziehen der Einstufungskriterien nicht in die Karte aufgenommen. Mindestgrößen der Biotoptypen, wie sie in anderen Ländern existieren, sind nicht festgelegt.

Auf der Grundlage dieser inhaltlichen Festlegungen und Auswertung der o.g. Datengrundlagen wurde mit Unterstützung des Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege eine erste Kartierung der § 30a Biotope durchgeführt und mit den Naturschutz- und Grünflächenämtern, den Berliner Forsten und verschiedenen Naturschutzverbänden abgestimmt.

Brandenburg

In Brandenburg wurde im Frühjahr 1991 mit der Erfassung der ökologisch wertvollen Bereiche durch eine landesweite selektive Biotopkartierung begonnen. Nach Inkrafttreten des BbgNatSchG wurde der Schwerpunkt der Kartierung auf die nach § 32 geschützten Biotope gelegt. Eine ausführliche Kartieranleitung mit einer Beschreibung der einzelnen Biotoptypen bildet die Arbeitsgrundlage der Kartierer (Zimmermann 1994a). Derzeit sind etwa 80 % der Landesfläche durch die selektive Biotopkartierung erfaßt. Die Daten liegen beim Landesumweltamt Brandenburg in Form der Erfassungsbögen zur Biotopkartierung und der Biotopkarten (Maßstab 1:25 000) vor. Diese bilden das lt. § 32 BbgNatSchG vom LUA zu führende Verzeichnis der gesetzlich geschützten Biotope (Biotopkataster), das von jedermann eingesehen werden kann. Seit Mitte 1993 finden diese Daten Eingang in ein EDV-gestütztes Biotopkataster (Biotoperfassungs- u. Auswertungsprogramm BIOKAT). In Ergänzung zur selektiven Biotopkartierung wird in Brandenburg eine flächendeckende Biotop- und Nutzungstypenkartierung aus CIR-Luftbildern durchgeführt (Zimmermann 1994b). Die nach § 32 (bzw. § 31) BbgNatSchG gesetzlich geschützten Biotope wurden überwiegend als Flächen in der Karte verzeichnet. Die Abgrenzungen der Alleen sind grob eingetragen und schließen häufig die Straßen mit ein.

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