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Umweltatlas Berlin

05.02 Vegetation

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Kartenbeschreibung

Vegetationstypen

Auf der Karte sind 55 Vegetationstypen dargestellt, die im Rahmen von sechs übergreifenden Biotopklassen bzw. Formationen angeordnet sind: bebauter Bereich, Freiflächen im besiedelten Bereich, landwirtschaftliche Flächen, forstwirtschaftliche Flächen, Moore und Gewässer (vgl. Abb. 4). Neben einer kurzen Charakterisierung einer jeden Biotopklasse kommen im Folgenden jeweils ein bis vier typische Beispiele zur Darstellung. Dabei verdeutlichen neben der textlichen Fassung Schnitte die Abfolge der Gesellschaften im besprochenen Vegetationstyp. Eine vollständige Beschreibung aller Vegetationstypen ist dem Gutachten von Seidling 1994 zu entnehmen.

Vegetationstyp Kurze Lebensraumcharakteristik
Bebauter Bereich
101: Baumbestände meist mit Vogelknöterich-Trittrasen (10%), Strauch-/Zierpflanzungen mit Hackunkrautfluren (5%) sowie Vogelknöterich-Trittrasen (5%) Kerngebiete, Gemeinbedarfsflächen: hochversiegelt (>70%), stark frequentiert (Fahrzeuge, Fußgänger); Repräsentationsgrün mit intensiver Pflege
102: Baumbestände mit Unkrautfluren (5%) oder Weidelgras-Trittrasen (5%) sowie Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (5%) Blockbebauung: hochversiegelte Stadtquartiere mit mäßiger, z.T. auch intensiver Pflege des Repräsentationsgrüns in den Hinterhöfen; Straßenbegleitgrün - außer Straßenbäume - meist spontan
103: Vogelknöterich-Trittrasen (5%), Unkraut- und Hochstaudenfluren (0-10%) sowie oft Baumbestände mit Vogelknöterich-Trittrasen (0-5%) Gewerbe-/Industrieflächen, Mischgebiete, Verkehrsflächen, Flughäfen, Poststandorte, Campingplätze: hochversiegelt (>50%) und stark frequentiert; viel Trittvegetation und meist weniger gepflegtes Repräsentationsgrün
104: Strauchpflanzungen mit Queckenfluren (20%), Weidelgras-Trittrasen (15%) sowie Quecken- und ruderale Hochstaudenfluren (15%) Großsiedlungen der 80-/90er Jahre: Neubaugebiete mit geringerem Versieglungsgrad, Vegetation - insbesondere die der Rasenflächen - noch stark in Sukzession begriffen
105: Strauchpflanzungen mit Unkrautfluren (10-20%), Weidelgras-Trittrasen (15%) sowie Baumbestände mit Vogelknöterich-Trittrasen (10-15%) Schuppenhöfe, Jugendfreizeitheime: mäßig (>30%) bis stark versiegelte Bereiche mit hoher Nutzungsintensität bei geringerer gärtnerischer Pflege
106: Gehölzaufwuchs und -pflanzungen mit Saumgesellschaften (10%), Zierrasen (5%) sowie ruderale Hochstaudenfluren ("Goldrutenvegetation") (5%) Geringversiegelte Gewerbe-/Industrieflächen: mäßig (<50%) versiegelte Flächen mit sporadischem Störungsregime bei geringer bis fehlender gärtnerischer Pflege
107: Baumbestände mit Vogelknöterich-Trittrasen (10-20%), Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (10-15%) sowie Zier- oder Weidelgras-Trittrasen (0-15%) Schulgelände, Kindertagesstätten: stärker (>40%): versiegelte Flächentypen, von Bäumen dominierter, intensiv genutzter Freiraum
108: Baumbestände mit Unkrautfluren (10%), Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (5-15%) sowie Weidelgras-Tritt- und Zierrasen (5%) Nachkriegsblockrandbebauung, ungeordnete
Wiederaufbaugebiete, Verwaltungsstandorte: mäßig versiegelt, bei mäßiger Pflege der hauptsächlich zur Repräsentation dienenden Freiflächen
109: Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (10-20%) sowie Tritt- (5-10%) und Zierrasen (0-10%) Sanierungsgebiete, Neubauschulen, Mischgebiete, Ver- und Entsorgung: mittlerer (<50%) Versieglungsgrad, i.d.R. mäßig gepflegtes Repräsentationsgrün mit geringem bis mittlerem Rasenflächen-Anteil
110: Strauch-/Zierstaudenpflanzungen mit Hackunkrautfluren (10-25%), Zierrasen (5-20%) sowie Baumbestände meist mit Zierrasen (0-25%) Schmuck- und Gartenhöfe Großhof-und Zeilenbebauung der 20er Jahre, Gemeinbedarfsflächen, Stadtplätze: meist geringer (30-70%).versiegelte, uneinheitlich genutzte Flächentypen mit intensiver Grün-Pflege
111: Zierrasen (20-40%), Strauchpflanzungen mit Queckenfluren (10-25%) sowie Baumbestände mit Weidelgras-Trittrasen oder Saumgesellschaften (0-20%) Geringversiegelte (<70%) Flächen des Gemeinbedarfs und Verkehrs: mäßig intensiv gepflegte Grünflächen unterschiedlicher Nutzung; z.T. Repräsentationsgrün
112: Auwaldreste (20-50%), Zier- (20-40%) und Weidelgras-Trittrasen (0-15%) sowie Strauch- und Staudenpflanzungen mit Hackunkrautfluren (0-10%) Ufernahe Freizeiteinrichtungen Wochenendhausgebiete: sehr gering versiegelte, der Erholung dienende Flächen mit Gebrauchs- und Ziervegetation
113: Zierrasen dominierend (30-40%) sowie Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (20-25%) und parkähnliche Baumbestände mit Rasen (20-25%) gleichermaßen Villenbebauung, Gemeinbedarfseinrichtungen: lockere Bebauung mit meist geringer (<30%) Versieglung, starke Durchgrünung mit gepflegtem Repräsentationsgrün einschließlich Gehölzpflanzungen; in vielen Villengebieten ist noch alter Waldbaumbestand vorhanden
114: Zierrasen dominierend (20-30%), Strauchpflanzungen meist mit Hackunkrautfluren (15-20%) sowie Baumbestände oft mit Rasen (5-10%) Zeilen-/Großsiedlungsbebauung Gemeinbedarfsflächen: geringe bis zum Teil mäßige (<40%) Versieglung, starke Durchgrünung mit Gehölzpflanzungen und gepflegtem Repräsentationsgrün
115: Scherrasen (20-40%), Zier- und Nutzgärten mit Hackunkrautfluren (10-35%) sowie Obstbaumbestände mit Hackunkrautfluren oder Rasenflächen (0-20%) Einzelhausbebauung mit Gärten, Kleingärten, Wochendhausgebiete, Dörfer: gering (<10%) versiegelter Siedlungstyp z.T. noch mit Grabeland, aber auch hohem Rasenanteil; alte Obstbaumbestände und zum Teil auch spontane Gebüsche (vor allem bei dörflicher Struktur) sind vorhanden
Freiflächen im besiedelten Bereich
201: Weidelgras-Trittrasen (30-40%) z.T. mit Baumbeständen, Strauchpflanzungen mit Saumvegetation oder Queckenfluren (5-25%) sowie Vogelknöterich-Trittrasen (0-15%) Sportflächen, Jugendfreizeitheime, Camping: weniger stark (<30%) versiegelte Flächen mit intensiver Freizeitnutzung und gebrauchsorientierter Pflege; in Teilen nur extensiv gepflegt (Gehölzabpflanzungen)
202: Zierstauden- und Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (60%), Zierrasen (30%) sowie Trittrasen (5%) Zierfriedhöfe: junge Friedhofsanlagen, noch weitgehend ohne Bestand großer Bäume, keine Erbbegräbnisse
203: Zierstauden- und Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (50%), Parkbaumbestand mit Hackunkrautfluren (30%) sowie Zierrasen (10%) Parkfriedhöfe: alte Friedhofsanlagen im Bereich älterer Siedlungskerne; typisch ist der Bestand alter Parkbäume und die randlich gelegenen Erbbegräbnisse
204: Zierstauden- und Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (50%), Waldbaumbestand mit Hackunkrautfluren (25%) sowie Trockenrasen-Fragmente (15%) Waldfriedhöfe: meist jüngere bis mittelalte Friedhofsanlagen auf ehemaligen Waldstandorten im Stadtrandbereich; typisch ist der Restbestand alter Waldbäume (meist Waldkiefer) und weiterer Relikte früherer Waldnutzung
205: Hainrispen-Spitzahorn-Parkwälder (70%), Gebüsche (20%) sowie Schöllkraut-Robinienwälder (10%) Wälder/Forsten großer Parks (>50 ha): oft zusammenhängend ausgebildete, waldähnliche Bestände; Unterwuchs meist mit hohem Spontananteil; Pflegeeingriffe selten
206: Trittbelaste Parkrasen (50%), Parkwiesen (20%) sowie Stauden- und Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (15%) Freiflächen großer Parks (>50 ha): oft im großräumigen Wechsel mit Parkwald auftretend; z.T. intensiv als Spiel- und Lagerwiese genutzt mit entsprechend intensiver Pflege, z.T. extensiv gepflegte wiesenartige Bereiche, aber auch kleinere, repräsentative Bereiche mit intensiver Pflege
207: Trittbelaste Parkrasen (45%), Parkwälder und Gebüsche mit Saumgesellschaften (25%) sowie Zierstauden-/Strauchpflanzungen mit Hackunkrautfluren (15%) Mittelgroße Parkanlagen (2-50 ha): geringere Freizeitnutzung bei allg. größerem Pflegeaufwand, da repräsentative Bereiche rel. zunehmend
208: Zierrasen (45%), Strauch-/Baumpflanzungen mit Unkrautfluren (25%) sowie Zierbeete mit Hackunkrautfluren (20%) Kleine Parkanlagen (<2 ha): mit überwiegend Repräsentationsgrün; großer Pflegeaufwand
209: Einjährige Ruderalgesellschaften (10%), Hochstaudenfluren (5%) sowie ruderale Queckenfluren (5%) Kurzlebige Ruderalfluren: überwiegend durch Baustellen- und Lagerbetrieb stark gestörte Standorte, die je nach Bauzeit bzw. Betriebsorganisation an einigen Stellen auch späteren Sukzessionsstadien der Vegetationsentwicklung vorübergehend Überdauerungsmöglichkeiten lassen
210: Ruderale Hochstaudenfluren und Quecken-Halbtrockenrasen (45%), Vorwälder (Robinie, Spitzahorn) (15%) sowie Trockenrasen-Fragmente (5%) Stadtbrachen: kleine bis mittelgroße Brachflächen z.Zt. ohne offizielle Nutzung (Bauerwartungsland, Trümmergrundstücke etc.) oder Pflege. Unterschiedliche Sukzessionsstadien wechseln sich je nach Substratbedingungen, geschichtlichem Hintergrund und aktueller wilder Nutzung oft kleinräumig ab
211: Vorwälder (Birke, Robinie) (35%), Quecken-Halbtrockenrasen (25%) sowie Trockenrasen-Fragmente (10%) Bahnbrachen: vor allem an außer Betrieb befindlichen Bahnlinien entwickelte Spontanvegetation; auf größeren Freiflächen auch an in Betrieb befindlichen Einrichtungen der Stadt- und Fernbahnen
212: Salzkraut-Herbizidvegetation (5%) und Queckenfluren (5%) Bahnanlagen: durch Bahnbetrieb (insbes. Herbizideinsatz) und weitere extreme Standortbedingungen (Schotterschüttungen) geprägte Standorte
213: Queckenfluren (40-45%), Gehölzaufforstungen mit Queckenfluren (30%) sowie ruderale Hochstaudenfluren (15-20%) Ruderale Halbtrockenrasen: meist großflächige Aufforstungsbereiche mit junger Pappel und anderen Baumarten auf eingeebneten ehemaligen Rieselfeldtafeln; sehr ähnliche Vegetation tritt auf abgedeckten Müllkippen und aufgelassenen Rieselfeldern ohne Aufforstung auf
214: Sand-Trockenrasen (Magerrasen) (50-80%), Birken-Kiefern-Vorwälder (0-20%) Sandtrockenrasen auf Flughäfen, Polizeigelände, Kies/Sandgruben: gemähte, beweidete oder durch Lagern, Bespielen und sonstige Störungen offen gehaltene Trockenrasen auf Sandböden bzw. frühe Stadien der Vegetationsentwicklung (Silbergrasfluren) an sandigen Ab- und Auftragsflächen
Landwirtschaftlich genutzte Flächen
301: Stauden-/Sommerblumenpflanzungen mit Hackunkrautfluren (25%), Gehölzpflanzungen mit Unkrautfluren (20%) sowie Hochstaudenfluren (5%) Erwerbsgartenbau und Baumschulen: temporäre Gehölz- und Staudenpflanzungen sowie Anzuchten von Sommerblumen/Gemüsepflanzen mit intensiver gärtnerischer Pflege; in den Gehölzpflanzungen weniger intensive Pflege; Böden überwiegend gießfrisch
302: Roggenkulturen mit Windhalm-(Ackerfrauenmantel)- oder Lämmersalat-Unkrautfluren (70%) sowie Gemüsekulturen mit Hirse-Unkrautfluren (20%) Sandäcker: meist Roggenäcker
303: Gemüse-/Maiskulturen mit Erdrauch- oder Sauerklee-Unkrautfluren (70%) sowie Weizenkulturen mit Windhalm-(Ackerfrauenmantel)-Unkrautfluren (20%) Lehmäcker: meist Gemüseanbau, wenig Getreide
304: Mais-/ Gemüsekulturen mit Unkrautfluren (40%), Getreideansaaten mit Windhalmfluren (35%) sowie Zweizahn-Schlammfluren (10%) Rieselfelder: Rieselfelder im Betrieb, hauptsächlich mit Mais und Gemüseanbau
305: Rasen aus Quecken oder Welschem Weidelgras (70%), ruderale Hochstaudenfluren (15%) sowie Holunder-Gebüsche (5%) Rieselwiesen: Rieselwiesen im Betrieb mit Dämmen zwischen den Rieseltafeln, auf denen Rasen, einzelne Holunder-Gebüsche und am Fuße oft ruderale Hochstaudenfluren wachsen
306: Glatthafer-Frischwiesen (50-80%), Weidelgras-Fettweiden (0-30%) sowie Trockenrasen-Fragmente (0-20%) Frischwiesen und -weiden: überwiegend frisches Wirtschaftsgrünland, z.T. mit Beweidung; einzelne Parzellen können auch mehr oder weniger lange Brachstadien aufweisen
307: Kohldistel-Naßwiesen (~45%), Großseggenrieder (~35%) sowie Röhrichte (~5%) Feucht-/Naßwiesen: nasses, mehr oder weniger regelmäßig bewirtschaftetes Grünland (Wiese oder Weide)
Forstwirtschaftlich genutzte Flächen
401: Gesellschaftsreihe des Kiefernwaldes Ärmste Wald-/ Forstgesellschaft auf trockenen, sandigen Böden
402: Gesellschaftsreihe des typischen Kiefern-Traubeneichenwaldes Arme, bodensaure Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf durchlässigen Sandböden ohne Grundwassereinfluß
403: Gesellschaftsreihe des Blaubeer-Kiefern-Traubeneichenwaldes Arme bodensauere Waldgesellschaft bzw. entsprechende forstliche Abwandlungen auf Sandböden, meist in kleinklimatisch feuchteren Lagen
404: Gesellschaftsreihe des Nabelmieren-Kiefern-Traubeneichenwaldes Verbreitete bodensaure Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf Sandböden mit leicht erhöhtem Nährstoffstatus
405: Gesellschaftsreihe des Stieleichen-Birkenwaldes Wenig verbreitete bodensaure Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf grundwasserbeeinflußten Sandböden
406: Gesellschaftsreihe des Buchen-Eichenwaldes Bodensaure Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf Sanden mit höherem Ton-/Schluffgehalt bzw. in niederschlagsreicheren Lagen
407: Gesellschaftsreihe des Waldmeister-Buchenwaldes Mesotrophe Wald-/Forstgesellschaft auf Sandböden mit höherem Kalkgehalt
408: Gesellschaftsreihe des Linden-Eichenwaldes Mesotrophe Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf schluffhaltigen Böden mit höherem Basenstatus
409: Gesellschaftsreihe des Traubeneichen-Hainbuchenwaldes mit Winterlinde Meso- bis eutrophe Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf grundwasserfernen geschiebehaltigen Böden mit höherem Basenstatus
410: Gesellschaftsreihe des frischen Stieleichen-Hainbuchenwaldes Meso- bis eutrophe Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf grundwasserbeeinflußten, kalkhaltigen Sanden
411: Gesellschaftsreihe des feuchten Stieleichen-Hainbuchenwaldes Meso- bis eutrophe Waldgesellschaft bzw. entsprechende Forstgesellschaften auf grundwassernahen, kalkhaltigen Sanden
412: Auenwälder (Erlen-Eschenwälder und Weidengesellschaften) Eutrophe Wald- und Gebüschgesellschaften auf periodisch oder episodisch überstauten Auestandorten der Spree, Dahme und Havel
413: Erlenbruchwälder Meso- bis eutrophe Waldgesellschaften auf nassen Torfstandorten, oft im Zusammenhang mit baumlosen Zwischenmoor-Gesellschaften oder Auwaldstandorten
414: Birkenbruchwälder Oligotrophe Waldgesellschaften auf nassen Torfstandorten, oft im Zusammenhang mit Torfmoos-Gesellschaften
Moore
501: Torfmoos-(Hochmoor-) Gesellschaften (60-100%), Großseggenrieder (0-40%) sowie Röhricht-Gesellschaften (0-5%) Oligotrophe Moore: Moore mit mächtigen Torfauflagen, die je nach Vererdungsgrad größere Anteile der Torfmoosgesellschaften oder daraus abgeleitete Degradationsstadien aufweisen; oft seit längerem durch Grundwasserabsenkung beeinträchtigt
502: Braunseggen-Zwischenmoorgesellschaften (0-100%), Großseggenrieder (0-90%) sowie Röhricht-Gesellschaften (0-10%) Zwischenmoore: Feuchtgebiete mit mächtigen Torfauflagen, die je nach Feuchtestatus größere Anteile der Braunseggen-Gesellschaften oder Großseggenrieder oder Röhrichtgesellschaften enthalten; oft seit längerem durch Grundwasserabsenkung beeinträchtigt
Gewässer
601: Zweizahn-Schlammfluren (~30%), Röhrichte (~20%), Grauweiden-Gebüsche (~10%) Sölle (Pfuhle): Uferbereiche und Schlammböden ständig oder periodisch wasserführender Sölle, soweit sie nicht zu stark parkartig überprägt sind
602: Schilf-Röhricht (70%), Rohrkolben-Röhricht (20%) sowie Kalmus-Röhricht (5%) Röhrichte: Uferbereiche der größeren Gewässer, soweit sie natürlicherweise oder künstlich durch Verbau vor dem Wellenschlag der Schiffe geschützt sind
603: Teichrosen-Bestände (Teichmummel) (70%), Seerosen-Bestände (30%) Schwimmblatt-Bestände: in größeren Gewässern seewärts an die Röhrichtzone anschließend, bis max. 4 m Wassertiefe; nur in den vor übermäßigen Wellenschlag und direkten Einwirkungen durch Schiffe und Boote geschützten Bereichen
Abb. 4: Legendeneinheiten und kurze Lebensraumcharakteristik der in der Karte dargestellten 55 Vegetationstypen

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