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Umweltatlas Berlin

03.04 Stäube - Emissionen und Immissionen

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Entwicklung der Schwebstaubimmissionen

Die Entwicklung der Schwebstaubimmissionen wird anhand der Mittelwerte von elf Meßstellen dargestellt, die von 1970 bis 1990 im Ostteil der Stadt in Betrieb waren (vgl. SenStadtUm 1990). Zusätzlich wird ab 1984 der Mittelwert von sechs Innenstadtstationen des Berliner Luftgüte-Meßnetzes (BLUME) dargestellt.

In Abbildung 3 sind mehrere Trendabschnitte zu erkennen: 1970 hatte die Schwebstaubkonzentration im Mittel ein Niveau von etwa 140 µg/m³. Bis 1973 nahm die Konzentration auf etwa 110 µg/m³ ab. Von 1973 bis 1981/82 ist eine langsame Abnahme bis auf etwa 90 µg/m³ bei witterungsbedingten Schwankungen zu erkennen. Bis 1985/86 nahm die Konzentration wieder auf mehr als 120 µg/m³ zu und ging danach bis 1992 kontinuierlich auf unter 70 µg/m³ zurück.

Abbildung 3
Abb. 3: Verlauf der Jahresmittelwerte von Schwebstaub 1970 - 1993 (BHI-Mittel von 11 Meßstationen der Bezirkshygieneinspektion Berlin-Ost von 1970 - 1990, BLUME-Mittel von 5 BLUME-Meßstationen von 1984 - 1993)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Die allgemeine Abnahme der Konzentration ist vor allem auf den Rückgang des Kohleeinsatzes zu Heizzwecken und auf die kontinuierliche Verbesserung der Rauchgasentstaubung bei größeren Anlagen zurückzuführen.

Die Zunahme der Belastung in den 80er Jahren ist ein wesentliches Merkmal des Verlaufs, das in den Zeitreihen anderer Stoffe gar nicht oder nicht so deutlich zu erkennen ist. Sie ist auf die Folgen der Energiekrise und die daraus resultierende Rückumstellung von Öl- auf Kohlefeuerung und insbesondere auf den Einsatz von Rohbraunkohle in großen und kleinen Feuerungsanlagen in der ehemaligen DDR zurückzuführen.

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