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Umweltatlas Berlin

03.04 Stäube - Emissionen und Immissionen

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Verursacher und Mengen der Staubemission

Hauptverursacher der in den Emissionskatastern erfaßten direkten partikelförmigen Staubemission von 18.218 t sind in Berlin die Kraftwerke mit einem Anteil von mehr als 50 % (11.780 t), der Verkehr mit einem Anteil von 20 % (3.450 t) und der Hausbrand mit einem Anteil von 2.992 t gleich 15 % (vgl. Abb. 1).

Abbildung 1
Abb. 1: Erfaßte Partikelemission von Gesamtstaub (ohne die Anteile, die sich erst in der Atmosphäre bilden) (in Tonnen pro Jahr)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Wegen der schlechten Entstaubungstechnik und des hohen Anteils von Kohlefeuerungen waren die Emissionen im Jahr 1989 im Ostteil Berlins bei den genehmigungsbedürftigen Anlagen und beim Hausbrand sehr viel größer als im Westteil. Beim Verkehr waren die Emissionen wegen des höheren Verkehrsaufkommens im Westteil größer als im Ostteil.

Die Emission der in den Karten 03.04.4, 03.04.5 und 03.04.6 dargestellten und als krebserregend geltenden Staubinhaltsstoffe Arsen, Kobalt, Chrom und Nickel sowie Blei und Cadmium entsteht in erster Linie bei Schmelzprozessen zur Gewinnung dieser Stoffe, z. B. bei der Eisen- und Stahlproduktion und bei der Verbrennung von Kohle. Weitere Quellen sind die Metallverarbeitung, die Herstellung von Kabeln, Akkumulatoren, Farbpigmenten und Gläsern sowie Prozesse in der Galvanotechnik.

Die Hauptquelle für Blei in der Berliner Atmosphäre ist der Kraftfahrzeugverkehr. Mit dem Rückgang des Gebrauchs von verbleitem Benzin ist in den vergangenen Jahren auch die Bleikonzentration in der Luft erheblich zurückgegangen, so daß nicht mehr mit Überschreitungen von Grenzwerten gerechnet werden muß.

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