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Umweltatlas Berlin

02.07 Flurabstand des Grundwassers (Ausgabe 1998)

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Kartenbeschreibung

Die Teltow- und Barnim- Hochflächen sind durch Flurabstände von meist mehr als 10 m gekennzeichnet. Häufig liegen hier gespannte Grundwasserverhältnisse vor. In diesen Gebieten war das Grundwasser auch früher für die Vegetation nicht erreichbar.

In den tiefer liegenden Gebieten des Warschau-Berliner-Urstromtals sind Flurabstände von weniger als 4 m zu verzeichnen. Ausnahmen bilden die unmittelbaren Bereiche um die Brunnengalerien und die Höhenzüge der Müggel- und Gosener Berge, die morphologisch betrachtet, wie eine Insel im Urstromtal liegen. Hier steht das Grundwasser erst in Tiefen von mehr als 10 m, z.T. mehr als 40 m unter Gelände an. Insgesamt gesehen lag der Grundwasserstand im Urstromtal früher höher. Hier haben Grundwasserabsenkungen durch die Förderung der Wasserwerke die Standortverhältnisse für die Vegetation wesentlich beeinflußt (vgl. Karte 02.11).

Geringe Flurabstände sind entlang der von der Barnim-Hochfläche in das Urstromtal verlaufenden Schmelzwasserrinnen zu finden. Diese Täler, in denen heute das Tegeler Fließ und das Mühlenfließ sowie Panke und Wuhle fließen, ziehen sich zum Teil weit in die Barnim-Hochfläche hinein. In diesem Bereich liegt der Flurabstand in der Regel unter 2 m, wobei Gebiete mit Flurabständen < 1,0 m lokalisiert werden können. Ein in seiner flächenmäßigen Ausdehnung bedeutendes Gebiet mit sehr geringen Flurabständen ist das Tegeler Fließ. Aber auch hier macht sich die Grundwasserabsenkung durch die Förderung des Wasserwerks Tegel bemerkbar.

Ebenfalls geringe Flurabstände sind im Spreetal zwischen Dämeritzsee und Seddinsee (Gosener Wiesen) zu verzeichnen.

Das Ausmaß des flächenhaften Grundwasserwiederanstieges in Berlin seit 1989 verdeutlicht Abbildung 4. Hier ist der Anstieg der Grundwasserstände vom November 1989 bis zum November 1995 dargestellt. Betroffen mit Beträgen von von über 0,5 Metern sind weite Teile des Urstromtales mit seinen ohnehin geringen Flurabständen. Besonders hoch hat sich der Wiederanstieg im näheren Einzugsbereich der einzelnen Wasserwerke ausgewirkt, deren Förderung allgemein in diesem Zeitraum rückläufig war. So ist hier häufig das Grundwasser von mehr als einem bis zu drei Metern angestiegen. Im Bereich der Hochflächen ist die Auswirkung des Grundwasseranstieges nicht so relevant, da hier in der Regel höhere Flurabstände herrschen. In den Bereichen der Teltow-Hochfläche, in denen gespannte Grundwasserverhältnisse herrschen, bezieht sich der dargestellte Grundwasser-Anstieg nur auf die Grundwasser-Druckfläche; dort bleibt der Flurabstand unverändert (vgl. Abb. 1).

Abbildung 4 - Dummy
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Abb. 4: Grundwasseranstieg im Zeitraum vom November 1989 bis zum November 1995

Dargestellt ist der Anstieg in den Beobachtungsrohren der Grundwassermeßstellen; in den gespannten Bereichen also der Anstieg der Grundwasser-Druckfläche und nicht der tatsächlichen Grundwasser-Oberfläche. Aufgrund der geringen Datendichte auf der Barnim-Hochfläche konnte hier der Anstieg nicht dargestellt werden.

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