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Umweltatlas Berlin

02.04 Qualität des oberflächennahen Grundwassers (Ausgabe 1993)

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Problemstellung

Die Grundwasserbeschaffenheit wird durch natürliche und eine Vielzahl von menschlichen Einflüssen bestimmt. Negative Veränderungen der Grundwasserqualität in Form von Verunreinigungen und Belastungen des Grundwasserkörpers resultieren in erster Linie aus

  • den gewerblich-industriellen Produktionsprozessen, einschließlich der Lagerung/Entsorgung anfallender Abfallstoffe (Deponien, Altlastenflächen),
  • den Verunreinigungen des Bodens durch Schadensfälle und die unsachgemäße Lagerung von wassergefährdenden Stoffen,
  • der Land- und Forstwirtschaft (Eintrag von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln) und
  • dem Rieselfeldbetrieb.

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz ist nicht nur das Grundwasser innerhalb ausgewiesener Trinkwasserschutzzonen, sondern aus Gründen der Umweltvorsorge die gesamte Grundwasserressource vor jeder vermeidbaren Beeinträchtigung flächendeckend zu schützen. Für das in Berlin im wesentlichen aus dem ersten Grundwasserstockwerk geförderte Trinkwasser besteht aufgrund der geologischen Situation ein hohes Verschmutzungsrisiko. Infolge der guten Durchlässigkeit der Deckschichten können Schadstoffe relativ ungehindert und in verhältnismäßig kurzer Zeit in den Grundwasserkörper eingetragen werden. Gerade in einem urbanen Ballungsraum wie Berlin sind daher für die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung vorsorgende Maßnahmen des Grundwasserschutzes notwendig.

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