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Umweltatlas Berlin

01.16 Entsiegelungspotenziale (Ausgabe 2017)

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Methode

Das Vorgehen untergliederte sich in ein mehrstufiges Konzept, das eine Kombination aus Recherche und Zusammenstellung von Informationen lokaler Fachexperten sowie eine Auswertung auf Basis vorhandener Geodaten des Landes Berlin umfasst.

Im Rahmen der Pilotphase des Projektes "Entsiegelungspotenziale in Berlin" wurde probehalber untersucht, inwieweit eine rein automatisierte Flächensuche auf Basis der umfangreichen Geodaten des Landes Berlin, durch deren Verschneidungen sowie durch Nutzung von Filtern brauchbare Ergebnisse hervorbringen kann. Trotz umfangreicher Versuche konnten keine tragfähigen Ergebnisse erzeugt werden, so dass entschieden wurde, die Recherche über lokale Experten fortzuführen und zu verfeinern.

Flächenrecherche

In den Jahren 2010 bis 2016 wurde in den Bezirksämtern der 12 Berliner Bezirke Recherchen durchgeführt. Hierbei wurden nach Möglichkeit jeweils Vertreter der für die Stadtplanung, die Landschaftsplanung sowie den Umwelt- und Naturschutz zuständigen Ämter mit einbezogen. Zuerst wurden die Bezirke untersucht, die einen hohen Anteil an randstädtischen, außenbereichsähnlichen Lagen besitzen. Die Annahme, innerhalb dieser Bezirke relativ zahlreiche Entsiegelungspotenziale auffinden zu können, hat sich im Rahmen der Recherchen bestätigt.

Ebenso wurden die vier Berliner Forstämter (Grunewald, Köpenick, Pankow und Tegel) befragt. Bei der Recherche in den Forstämtern Grunewald, Pankow und Tegel wurden insgesamt 41 Flächen aufgenommen, die außerhalb der Berliner Landesgrenze liegen.

Des Weiteren wurden öffentliche wie auch private Grundstückseigentümer großer Liegenschaften angeschrieben, die von ihrem Portfolio her als grundsätzlich geeignet erschienen, in ihrem Bestand auch Entsiegelungsflächen aufzuweisen.

Ziel der Recherche war es, solche Flächen zu identifizieren, die dauerhaft nicht mehr für eine bauliche Nutzung erforderlich sind und auch für welche die geplante, städtebauliche Entwicklung einer Entsiegelung nicht entgegensteht. Die hierzu notwendigen örtlichen, planerischen und sonstigen Kenntnisse waren in erster Linie bei den Interviewpartnern in den bezirklichen Stadt- bzw. Landschaftsplanungsbehörden zu finden. Demgegenüber war eine abschließende planerische Vorbereitung von Entsiegelungsmaßnahmen nicht Gegenstand der Untersuchung. Zum Teil verbliebener Klärungs- und Abstimmungsbedarf wurde in die zu den Flächen zusammengestellten Sachdaten aufgenommen.

Erhebung von Sachdaten

Für die einzelnen potenziellen Entsiegelungsflächen wurde eine Reihe von Informationen zusammengestellt, die für eine Beurteilung der Eignung der potenziellen Entsiegelungsflächen und für die weitere Planung eine Hilfestellung darstellen sollen (vgl. Tabelle 1). Es handelt sich vor allem um verschiedene Informationen

  • zur Lage der Fläche (Bezirk, Ortsteil, Adresse/Lagebeschreibung, Koordinaten),
  • zu den Eigentumsverhältnissen, ggf. Kontaktdaten,
  • zu bestehenden (oder ehemaligen) Nutzungen,
  • zu geplanten Nutzungen oder Nutzungsänderungen sowie
  • zur Art der Versiegelung und zum Umfang einer möglichen Entsiegelung.

In einem Kommentarfeld können außerdem weitere, unspezifische Informationen eingetragen werden.

Um den Umfang und Aufwand möglicher Entsiegelungsmaßnahmen genauer abschätzen zu können, wurden bisher 131 der in der Datenbank enthaltenen Flächen zusätzlich fotografisch dokumentiert. Eine Auswahl der Fotos ist als Link in den Sachdaten zu den jeweiligen Flächen enthalten.

Grundsätzlich sind Bodenverunreinigungen der erfassten Flächen möglich. Über den weiteren Umgang findet jeweils eine Einzelfallentscheidung durch die zuständige Bodenschutzbehörde statt. Hierzu erfolgt ein gesonderter Abgleich mit dem Bodenbelastungskataster. Ggf. sind Teilentsiegelungen möglich.

Verschneidung mit flächenbezogenen Daten

Durch Verschneidung mit den im Land Berlin umfangreich verfügbaren digitalen, flächenbezogenen Daten, werden den potenziellen Entsiegelungsflächen außerdem Informationen zu laufenden oder abgeschlossenen Bebauungsplan- und Landschaftsplanverfahren sowie Informationen aus der Karte "Planungshinweise zum Bodenschutz" zugeordnet, so dass diese Informationen auf einen Blick zur Verfügung stehen (vgl. Tabelle 2).

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