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Umweltatlas Berlin

01.10 Rieselfelder

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Methode

In der Darstellung sind die für die Abwasserverrieselung genutzten Flächen in ihrer maximalen Ausdehnung wiedergegeben. Hierbei wurden nur die Flächen berücksichtigt, die speziell für eine abwassertechnische Nutzung vorbereitet wurden. Die Rieselfelder werden der Systematik der Berliner Wasser-Betriebe entsprechend zu 20 Rieselfeldbezirken zusammengefaßt. Neben der Namensbezeichnung wird der Nutzungszeitraum des betreffenden Rieselfeldbezirks angegeben. Dabei gilt, daß nicht immer alle Teilflächen vom angegebenen Betriebsbeginn an bzw. während des gesamten angegebenen Betriebszeitraums rieseltechnisch genutzt worden sind.

Neben den für die Verrieselung von Abwässern vorbereiteten Flächen wurden im Zuge der Einrichtung der Rieselfelder weitere 11 000 ha Naturland durch die Stadt Berlin erworben. Die Flächen waren für eine zukünftige Erweiterung vorgesehen, wurden jedoch nie für die Verrieselung vorbereitet bzw. genutzt. Diese Flächen, die auf verschiedenen Übersichtskarten dargestellt sind, wurden hier nicht berücksichtigt.

Bei den noch heute für die Abwasserverrieselung genutzten Flächen im Umland von Berlin wird zwischen der Verrieselung von in Absetzbecken mechanisch gereinigter Abwässer und der Verrieselung von in Klärwerken mechanisch und biologisch gereinigter Abwässer unterschieden.

Für die bereits stillgelegten Rieselfeldflächen wird der Zeitraum der Außerbetriebnahme ausgewiesen. Aufgrund des vorliegenden Kartenmaterials lassen sich fünf Stilllegungszeiträume differenzieren.

Die Lage der im Rahmen einer normalen Rieselfeldbewirtschaftung angelegten Schlammabsetzbecken und Schlammtrockenplätze wird nicht maßstäblich dargestellt. Die Standorte geben den Stand der 60er Jahre wieder. Nur für den Bereich des Rieselfelds Karolinenhöhe sind später eingerichtete Standorte ergänzt. Die eingerichteten Intensivfilterflächen sind ebenfalls eingetragen.

Innerhalb der dargestellten Rieselfeldgebiete werden weitere Teilflächen ausgewiesen, die nach Einstellung des Rieselfeldbetriebs, zumeist im Rahmen der Betriebsabläufe des zugehörigen Klärwerks, abwassertechnisch genutzt worden sind. Die Art dieser Nutzungen wird durch die farbliche Differenzierung bzw. durch die der Fläche zugeordnete Erläuterung charakterisiert. Hierzu zählen die aufgegebenen bzw. derzeit noch betriebenen Lagerplätze für Klärwerksschlämme sowie die für die Kompostierung von Klärwerksschlämmen genutzten Flächen. Im Bereich des ehemaligen Rieselfelds Münchehofe wurde bis 1985 über eine Rohrleitung mit Klarwasser versetzter Klärschlamm als Dünger auf landwirtschaftliche Nutzflächen aufgebracht. Auf weiteren Teilflächen wurden Schönungsteiche als Absetzbecken zur Nachreinigung von Klärwerksabläufen eingerichtet. Zusätzlich erfolgt eine Lagerung von bei der Trinkwasseraufbereitung anfallenden Eisen-Mangan-Schlämmen.

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