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Umweltatlas Berlin

01.09 Radioaktivität im Boden (Cäsium-134 und Cäsium-137)

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Kartenbeschreibung

Die vorliegenden Karten beschreiben die Belastung des Oberbodens im Bereich 0-12 cm mit den radioaktiven Isotopen Cäsium-134 und Cäsium-137, dargestellt für verschiedene Bezugszeitpunkte.

Abbildung 9
Abb. 9: Mittelwerte der flächenbezogenen Aktivität von Cäsium-134 und Cäsium-137 im Boden in Berlin und seine zeitliche Änderung durch radioaktiven Zerfall

Abbildung 9 gibt Aufschluß über Vorbelastungsniveau, Eintragshöhe und durch radioaktiven Zerfall bedingtes Absinken der Aktivitäten im Boden. Die räumliche Verteilung wird in den Einzelkarten verdeutlicht. Der durch den globalen Fallout der oberirdischen Kernwaffentests in den 50er und 60er Jahre verursachte Langzeiteintrag bezieht sich nur auf Cäsium-137, während das damals freigesetzte Cäsium-134 aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit von 2,1 Jahren heute keine Relevanz mehr hat. Diese "Vor-Tschernobyl-Belastung" des Bodens erreicht in Berlin nach Abb.9 eine mittlere flächenbezogene Aktivität von etwa 1600 Bq/m² Cäsium-137. Durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl wird die Aktivität von Cäsium-137 im Mittel verdreifacht, während der Neueintrag an Cäsium-134 etwa 1600 Bq/m² entspricht. Die durchschnittliche Gesamt-Cäsium-Aktivität unmittelbar nach dem Reaktorunglück liegt daher bei ca. 6 100 Bq/m². Vor allem der Zerfall des Cäsium-134, weniger die Verlagerungsprozesse, bestimmen seither das Absinken der Bodenbelastung.

Abbildung 10
Abb. 10: Wertverteilung und -höhen der Deposition von Cäsium-137 in Böden in Berlin und Bayern vor dem Unfall in Tschernobyl (nach Kannenberg 1991 und Bay. Staatsministerium f. Landesentwicklung und Umweltfragen 1987)

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

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