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Umweltatlas Berlin

01.09 Radioaktivität im Boden (Cäsium-134 und Cäsium-137)

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Berücksichtigung der Niederschlagshöhen

Zur Klärung der Frage nach dem Wirkungsgefüge, das für die Struktur der Radionuklidbelastung ursächlich ist, wurde die Radioaktivität des Bodens mit der Verteilung der Niederschlagshöhen am 7./8. Mai (Schlaak 1989) verglichen. Während in den ersten 10 Tagen nach dem Reaktorunfall eine trockene Hochdruckwetterlage vorherrschte, setzte in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai Gewitterregen ein. Die Regenmengen erreichten örtlich Höhen von mehr als 40 mm Niederschlag (vieljähriger Durchschnittswert für den Mai, bezogen auf den Meßpunkt Dahlem: 49 mm). Durch diesen Regen fand eine Auswaschung der Aktivität aus der Atmosphäre und in der Folge ein Eintrag in den Boden bzw. die Oberflächengewässer statt.

Abbildung 7
Abb. 7: Karte der Schätzfehler (Bq/m²), bezogen auf die Flächenaktivität der Isotope Cäsium-134 und Cäsium-137 im Boden am 1. Mai 1987 (Kannenberg 1991)

Ein Vergleich der Isohyeten- (Niederschlagsgleichen-) Karte der Regenhöhen vom 7./8. Mai 1986 und der Karte der Radioaktivität im Boden zeigt eine recht gute Übereinstimmung, auch wenn zu beachten bleibt, daß ein Teil der Einträge durch trockene Deposition vorher in den Boden gelangt ist. Für die Abgrenzung der trockenen Radionuklid-Deposition als Aerosol (Fallout) von der nassen mit dem Niederschlag (Washout) stehen jedoch für den Berliner Raum keinerlei Meßwerte zur Verfügung. Abbildung 8 verdeutlicht den Einfluß des erwähnten Niederschlagsereignisses.

Abbildung 8
Abb. 8: Niederschlagshöhe und Aktivität von Cäsium (Cs)-137 im Regenwasser an der Meßstelle Soorstraße, Berlin 19 am 7./8. Mai 1986

Excel
[Die Datengrundlage der Abbildung liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

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