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Umweltatlas Berlin

01.09 Radioaktivität im Boden (Cäsium-134 und Cäsium-137)

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Die Analyse der Nuklide, bezogen auf die Beurteilung der längerfristig wirksamen Bodenbelastung, konnte sich auf wenige Isotope konzentrieren, da zum einen die Aktivität und die hiervon ausgehende gesundheitliche Gefährdung des zunächst als Leitisotop dienenden Jod-131 aufgrund seiner Halbwertszeit von 8 Tagen (vgl. Tab. 1) bald ohne Bedeutung war. Zum anderen wurden das aufgrund seiner großen Radiotoxizität besonders wichtige Nuklid Strontium-90 sowie die Plutonium-Isotope nur in sehr geringen Spuren in der Atmosphäre wiedergefunden und konnten daher auch im Hinblick auf die Bodenbelastung vernachlässigt werden. Dagegen war aus diesen unmittelbar nach dem Reaktorunfall erfolgten Untersuchungen zur Radionuklidzusammensetzung der Luft klar erkennbar, daß die beiden Isotope Cäsium-134 und besonders Cäsium-137 auch zukünftig zur Strahlenexposition beitragen und daher diesen eine Indikatorfunktion zur Bewertung der Belastungsverteilung zukommt.

Tabelle 1
Tab. 1: Radionuklide in Luftstaub aus Berlin

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[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Die Proben wurden im Hinblick auf spezifische Aktivitäten, gemessen in Bq/kg, analysiert und in Flächenkonzentrationen, ausgedrückt in Bq/m², umgerechnet.

Von weitergehendem Interesse sind die Fragen nach den relevantenEintragsmechanismen radioaktiver Isotope in den Boden. Für einen Teilbestand der Daten wurden daher auch bodenkundliche Kenndaten wie pH-Wert, Bodenart, Humusanteil etc. bestimmt. Darüberhinaus wurden auch meteorologische Daten zur Niederschlagsmenge und -verteilung für insgesamt 77 Meßstationen und bezogen auf das Hauptniederschlagsereignis im Anschluß an den Unfall in Tschernobyl (7./8.Mai) in die Untersuchungen einbezogen.

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