Geoportal  



 

Umweltatlas Berlin

01.09 Radioaktivität im Boden (Cäsium-134 und Cäsium-137)

Kartenansicht English Text available Inhalt    zurück weiter

Datengrundlage

Meßpunkte

Als Bearbeitungsgrundlage stand ein aktualisierter Datenbestand der Strahlenmeßstelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz von insgesamt 218 Meßpunkten im gesamten Stadtgebiet und im näheren Umland aus den Jahren 1989-91 zur Verfügung. Die Probenahme erfolgte mittels Ausstechzylinder aus möglichst ungestörtem Boden von der Geländeoberfläche bis in 12 cm Tiefe, wobei die zwei Horizontbereiche 0-6 und 6-12 cm unterschieden wurden. Die Auswahl dieser Horizonte beruhte auf der Erkenntnis, daß auch das für die Kernwaffenversuche der 60er Jahre repräsentative Nuklid Cäsium-137 weitgehend noch nicht in tiefere Bodenschichten verlagert wurde. Durch Messungen konnte belegt werden, daß für das aus den Kernwaffenversuchen stammende Cäsium-137 selbst in Sandböden nur mittlere Eindringtiefen von 1,7 bis 4,7 cm bzw. Transportgeschwindigkeiten von 0,1 bis 0,3 cm/a vorlagen (Gans/Arndt 1987). Böden mit wiederholter Bearbeitung und damit relativ gleichmäßiger Tiefenverlagerung (z.B. Äcker) spielen für das Stadtgebiet von Berlin nur eine untergeordnete Rolle (vgl. Abb.5). Ebenso kann ein Abbau der Isotope durch Bodenorganismen ausgeschlossen werden.

Abbildung 5
Abb. 5: Tiefenverlagerung der Aktivitätskonzentrationen von Cäsium (Cs)-134 und Cäsium (Cs)-137 in Wald-, Wiesen- und Ackerböden (Durchschnittswerte für Bayern, berechnet zum 1. Juni 1988) (Bay. Staatsministerium f. Landesentwicklung und Umweltfragen 1987)

Kartenansicht English Text available Inhalt    zurück weiter

umweltatlas_logo_klein