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Umweltatlas Berlin

01.03.3 Blei und Cadmium in Pflanzen

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Kartenbeschreibung


Richtwertüberschreitungen

Mit den Ergebnissen des Schwermetalluntersuchungsprogramms liegt ein repräsentatives und differenziertes Bild über die Schwermetallbelastung der im Westteil Berlins angebauten Nahrungs- und Futtermittel vor. Betrachtet man den Gesamtdatenbestand, so wurden für ungefähr 20 % der untersuchten Standorte Überschreitungen der Lebensmittelricht- bzw. Futtermittelgrenzwerte ermittelt. Überschreitungen der doppelten Richt- bzw. 2,5-fachen Grenzwerte wurden an etwa 4 % der untersuchten Standorte nachgewiesen. Auf ca. 13 % der untersuchten Landwirtschaftsflächen werden die Grenzwerte der Futtermittelverordnung überschritten.

Tabelle 3
Tab. 3: Überschreitungen von Richt- bzw. Grenzwerten in Nahrungs- und Futterpflanzen

Excel
[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Die ermittelten Richtwertüberschreitungen in Nahrungspflanzen betreffen nur einen Teil der untersuchten Kulturen. So finden sich Bleibelastungen vor allem in Blatt- und Wurzelgemüse und Getreidekörnern, insbesondere Roggen. Cadmium wird zudem in Weizenkörnern und Küchenkräutern angereichert. Für einen großen Teil der untersuchten Kulturen, wie z.B. Kern-, Stein- und Beerenobst, verschiedene Kohlsorten und Tomaten wurden keine Richtwertüberschreitungen festgestellt.

Überschreitungen der Futtermittelgrenzwerte wurden fast ausschließlich für Cadmium ermittelt. Bei Getreideproben zeigte sich, daß Schwermetalle im Stroh stärker angereichert werden als in den Körnern.

Bei der Interpretation der Karte ist zu berücksichtigen, daß nur Meßergebnisse von 1 718 der im Rahmen des Schwermetalluntersuchungsprogramms beprobten Standorte dargestellt worden sind. Meßergebnisse aus weiteren 659 Kleingartenparzellen, die ausschließlich 1989 bzw. 1990 im Rahmen differenzierter Nachuntersuchungen besonders belasteter Kleingartenkolonien analysiert worden sind, wurden nicht berücksichtigt.

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