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Umweltatlas Berlin

01.03.3 Blei und Cadmium in Pflanzen

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Methode

Klassifizierung nach vorhandenen Grenz- und Richtwerten

Die Blei- und Cadmiumgehalte aller untersuchten Nahrungs- und Futterpflanzenproben wurden einzeln bewertet. Die Bewertung der als Nahrungsmittel verwendeten Pflanzen bzw. Pflanzenteile erfolgte in ihrer Verzehrsform nach den von der Zentralen Erfassungs- und Bewertungsstelle für Umweltchemikalien des Bundesgesundheitsamtes herausgegebenen medien- und elementspezifischen Lebensmittelrichtwerten (ZEBS 1990). Die ausschließlich als Futtermittel verwendeten Pflanzenteile wurden nach den Grenzwerten der Futtermittelverordnung (FuttermittelVO) 1988 eingestuft.

Tabelle 2
Tab. 2: Richt- bzw. Grenzwerte für Blei und Cadmium in Nahrungs- und Futterpflanzen

Excel
[Die Tabelle liegt auch im Excel-Format vor (MS-Excel wird benötigt).]

Jeder Blei- bzw. Cadmiumwert wurde unter Berücksichtigung des medienspezifischen Richt- bzw. Grenzwerts einer von drei Belastungsstufen zugeordnet:

  • keine Überschreitung des ZEBS-Richtwerts bzw. Grenzwerts der Futtermittelverordnung
  • Überschreitung des einfachen ZEBS-Richtwerts bzw. Grenzwerts der Futtermittelverordnung
  • Überschreitung des doppelten ZEBS-Richtwerts bzw. 2,5-fachen Grenzwerts der Futtermittelverordnung

Die Meßwerte zu den übrigen im Rahmen des Schwermetallprogramms untersuchten Elementen fließen nicht in die Bewertung ein, da für diese keine Richt- bzw. Grenzwerte vorliegen.

Standortbezogene Bewertungsdarstellung

Die auf der Karte eingetragenen Symbole kennzeichnen die Standorte des Schwermetalluntersuchungsprogramms. Für jeden dieser Standorte wird die dort ermittelte Belastungssituation zusammengefaßt ausgewiesen. Zusätzlich werden Angaben zur Flächennutzung und zur Art der belasteten Kultur (Nahrungs- bzw. Futterpflanze) gemacht:

  • An den als schwarze Punkte bzw. Kreuze dargestellten Standorten wurden keine Richt- bzw. Grenzwertüberschreitungen nachgewiesen. Die als Punkt gekennzeichneten Standorte wurden zum Zeitpunkt der Beprobung als Klein- bzw. Hausgarten genutzt, die mit einem Kreuz dargestellten Flächen wurden als Landwirtschafts- bzw. Gartenbaufläche genutzt.
  • An den mit farbigen Symbolen bezeichneten Standorten wurden Überschreitungen der Richt- bzw. Grenzwerte ermittelt. Die Farbintensität beschreibt die Höhe der Belastung.
  • Dargestellt wird jeweils die Belastungsstufe des am ungünstigsten bewerteten Blei- bzw. Cadmiumgehalts. Aufgrund von Unterschieden im Schwermetallanreicherungsverhalten der untersuchten Kulturen und in der Exposition der beprobten Pflanzen sowie der Heterogenität der Belastungsursachen wurden an den als belastet dargestellten Standorten in der Regel auch unbelastete Proben analysiert. Die Ausweisung der höchsten Belastungsstufe erfolgt aus Vorsorgegründen, da bereits bei einer als belastet einzustufenden Pflanzenprobe zu prüfen ist, ob für den Standort Nutzungsempfehlungen bzw. -auflagen zu formulieren sind.
  • Die Art des Symbols gibt an, für welches der bewerteten Elemente eine Belastung nachgewiesen worden ist. Wird eine Belastung mit Blei und Cadmium ausgewiesen, so können die Kontaminationen in verschiedenen Proben oder Medien aufgetreten sein.
  • Zwei unterschiedliche Farbreihen differenzieren ferner die zum Zeitpunkt der Probenahme vorhandene Flächennutzung.
  • Für einen Teil der landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden sowohl Nahrungs- als auch Futtermittel untersucht. Da die Schwermetallbelastung von Nahrungspflanzen kritischer zu beurteilen ist als die Belastung von Futtermitteln, werden letztere nur dargestellt, wenn am gleichen Standort keine Belastungen in Nahrungspflanzen nachgewiesen worden sind. Die Standorte, für die die Schwermetallbelastung von Futterpflanzen ausgewiesen ist, sind durch besondere Symbole gekennzeichnet.

Auf der Karte ist nicht erkennbar, für welche und wieviele der untersuchten Kulturen bzw. Proben Belastungen ermittelt worden sind. Diese Informationen können dem Gesamtdatenbestand des Untersuchungsprogramms, der in der Schwermetalldatenbank bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, III A 5, verwaltet wird, entnommen werden.

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