Geoportal  



 

Umweltatlas Berlin

01.03.1 Blei im Boden / 01.03.2 Cadmium im Boden

Kartenansicht Kartenansicht English Text available Inhalt    kein zurück weiter

Problemstellung

Schwermetalle in der Umwelt

Schwermetalle sind natürliche Bestandteile von Böden. Die meisten Elemente sind an ungestörten Standorten des Berliner Raums nur in geringen, ökotoxikologisch unbedeutenden Konzentrationen vorhanden. Einige Schwermetalle sind als Spurennährstoffe wichtig für physiologische Prozesse in Pflanzen und Tieren.

Durch die Herstellung und Verwendung schwermetallhaltiger Stoffe und die Entsorgung der daraus resultierenden Abfälle werden Schwermetalle in Ökosysteme eingetragen. Böden werden dabei z.B. durch Stoffeinträge aus der Atmosphäre, aber auch durch die direkte Ablagerung von Schadstoffen belastet. Die Akkumulation von Schadstoffen wird auch durch die Fähigkeit von Böden unterstützt, diese z.B. an Tonmineralen oder organischer Substanz zu binden.

Blei und Cadmium sind in der Umwelt besonders weit verbreitet und zudem als besonders toxische Elemente anzusehen. Ihre Anreicherung in Böden hat vielfältige Auswirkungen auf deren Nutzbarkeit und Funktionen im Ökosystem.

Wirkungen von Cadmium

Cadmium ist ein besonders toxisches und im Boden leicht mobiles Schwermetall. Schon bei geringen Bodengehalten wird es an Standorten mit einem zu niedrigen pH-Wert oder Humusgehalt von den angebauten Kulturen aufgenommen. Dabei kann es zu Überschreitungen der Lebensmittelricht- bzw. Futtermittelgrenzwerte kommen.

Wirkungen von Blei

Blei ist im Boden weniger mobil und wird daher nur in Ausnahmefällen über die Pflanzenwurzel aufgenommen. Bei beiden Elementen können sich Pflanzenbelastungen durch die oberflächliche Verunreinigung der Pflanzen durch kontaminierten Boden ergeben. Schon bei geringen Bodengehalten kann das Wachstum von Pflanzen beeinträchtigt werden bzw. Schädigungen von Bodenorganismen auftreten.

Bei besonders hohen Blei- oder Cadmiumgehalten können sich z.B. auf Spielplätzen oder in Kleingärten für Kinder gesundheitliche Risiken durch orale Aufnahme ergeben. Übersteigt die Schwermetallbelastung das Bindungsvermögen des Bodens, so besteht die Gefahr, daß Schwermetallverbindungen mit dem Sickerwasser ins Grundwasser verlagert werden.

Die Belastung des Bodens mit Schwermetallen ist besonders problematisch, da diese im Boden nicht abgebaut werden. Daher können im Boden befindliche Schwermetalle nicht dauerhaft beseitigt, sondern allenfalls durch eine Umverteilung im Ökosystem lokal gemindert oder den Stoffkreisläufen durch Immobilisierung entzogen werden.

Kartenansicht Kartenansicht English Text available Inhalt    kein zurück weiter

umweltatlas_logo_klein