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Stadtgrün

IGA Berlin 2017


Auf dem Kienberg entsteht bis zur IGA Berlin 2017 ein markantes Aussichtsbauwerk, das einen Blick bis zum Alexanderplatz eröffnet. Quelle: © geskes.hack Landschaftsarchitekten, VIC Brücken und Ingenieurbau, Kolb Ripke Architekten
Auf dem Kienberg entsteht bis zur IGA Berlin 2017 ein markantes Aussichtsbauwerk, das einen Blick bis zum Alexanderplatz eröffnet.

2017 findet die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin statt, zu der über zwei Millionen Gäste erwartet werden. Ausgehend von Marzahn-Hellersdorf, einer der größten Plattenbausiedlungen Europas, wird die erste IGA der Hauptstadt an rund 170 Tagen die Vielfalt von Gartenkunst, Landschaftsgestaltung und Kultur zeigen.

Bis es 2017 soweit ist, wird auf einem über 100 Hektar großen Areal in Berlins östlichstem Stadtbezirk eine neuartige Parklandschaft entstehen, die neben den Gärten der Welt auch den Kienberg und Teile des weitläufigen Wuhletals umfasst. So ist unter anderem geplant, den Kienberg zu einem ökologischen Stadtwald mit vielfältigen Sportmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Projekte der Naturbildung im Wuhletal zu initiieren. Zudem werden die bestehenden Gärten der Welt in ihrer Flächengröße langfristig verdoppelt und dabei um zeitgenössische Beispiele der Garten- und Freiraumgestaltung erweitert. Dieses Gesamtareal wird bis 2017 fertig gestellt und in die IGA einbezogen.

Über die klassischen gärtnerischen Themen hinaus will die Ausstellung Berlin als grüne Stadt von Morgen präsentieren. "Es geht um erneuerbare Energien, um städtische Naturräume und um visionäre wie nachhaltig florierende schöne Landschaften," erläutert Christoph Schmidt, Geschäftsführer Grün Berlin GmbH und IGA Berlin 2017 GmbH (Planung, Entwicklung, Bau, Betrieb). Mit dem Standort im Bezirk Marzahn-Hellersdorf lenkt die IGA Berlin 2017 dabei den Blick auf ein zentrales Thema für die weitere Entwicklung von Großstädten: das Leben am Stadtrand und die besondere Bedeutung von "grünen Räumen".

Die Hauptattraktionen der Gartenausstellung

Die Gestaltung des Geländes, auf dem die IGA stattfindet, folgt dem von geskes.hack Landschaftsarchitekten, VIC Brücken und Ingenieurbau und Kolb Ripke Architekten erarbeiteten Entwurf. Die Bürogemeinschaft setzte sich im Zuge des internationalen landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs für die Gestaltung des Areals gegen insgesamt 26 Landschaftsarchitektur- und Ingenieurbüros durch. Nach diesen Plänen wartet bereits am IGA-Haupteingang U-Bahnhof "Neue Grottkauer Straße" eine der Hauptattraktionen der Gartenausstellung: Eine Seilbahn bringt die Besucherinnen und Besucher auf den Kienberg und zum zukünftigen Aussichtsbauwerk, dem Wolkenhain, hinauf. Von dort geht es weiter über das IGA-Gelände mit Blick auf die Wasser- und Themengärten. Einen ebenso reizvollen Zugang zum Gelände vom Haupteingang aus bildet der Panoramaweg, der zu Beginn als Steg über die wasserreichen Wiesen- und Auenlandschaften des Wuhletals führt, weiter an einem Obsthain am Fuß des Kienbergs entlang geht und in den Gärten der Welt mündet. Auf den Erweiterungsflächen der Gärten der Welt erwarten die Besucherinnen und Besucher dann u.a. vielfältige Themengärten, Blumenhallen, Spielplätze für Jung und Alt sowie eine Freilichtbühne, die sich skulptural in die Landschaft einbettet.

Außerdem entsteht dort bereits jetzt ein Englischer Cottage Garten, dessen Grundsteinlegung im Jahr 2013 einen ersten Meilenstein auf dem Weg zur IGA bildete. Und es geht mit großen Schritten weiter – im November 2014 erfolgt der Spatenstich für den Spatenstich für den Baubeginn auf dem Weg zur IGA.

Nachhaltige Entwicklung einer wachsenden Stadt

Dabei ist es der Anspruch der IGA über die temporäre Ausstellung hinaus Impulse für eine nachhaltige Entwicklung des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf und der Stadt Berlin zu schaffen. So können mittels dieses großen Freiraumprojektes Qualitäten des naturnahen Wohnens an der Peripherie einer Stadt modellhaft gezeigt werden. Angesichts eines in Berlin gestiegenen Bevölkerungswachstums gewinnen Außenbezirke wie Marzahn-Hellersdorf zunehmend an Bedeutung.

Finanziert wird die Parklandschaft aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur" mit Bundes- und Landesmitteln und von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt kofinanziert. Der Durchführungshaushalt für die IGA Berlin 2017 umfasst insgesamt 40 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landes Berlin davon beträgt maximal 9,8 Millionen Euro.

Ausstrahlung in die ganze Stadt

Kooperationen mit Partnern aus Marzahn-Hellersdorf sowie aus ganz Berlin und auch aus Brandenburg spielen bei der IGA Berlin 2017 eine große Rolle. Für die Ausstrahlung und Einbindung der IGA in die Gesamtstadt entsteht derzeit ein Konzept in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin. Katharina Langsch, Geschäftsführerin der IGA Berlin 2017 GmbH (Marketing/Kommunikation, Veranstaltungen, Sponsoring), ist sicher, "dass die IGA in die Stadt hineinwachsen wird und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste der Metropolregion die IGA 2017 als IHRE Gartenausstellung erleben werden."


Grafik - Quelle: © geskes.hack Landschaftsarchitekten, VIC Brücken und Ingenieurbau, Kolb Ripke Architekten

Kontakt

IGA Berlin 2017

IGA Berlin 2017 GmbH
Blumberger Damm 130
12685 Berlin

Tel.: 030 700906-314
Fax: 030 700906-9314
E-Mail: info@
iga-berlin-2017.de



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