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Ausgewählte Grünanlagen in Spandau

Koeltzepark


Koeltzepark - Pavillon

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Spandau
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Bezirk Spandau von Berlin


unter Verwendung des FIS-Broker
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In den Jahren 1932 und 1933 wurde das Gelände des heutigen Koeltzeparks erstmals als öffentliche Parkanlage gestaltet. Am 21. Juni 1934 wurde der Park eingeweiht. Federführend bei der Gestaltung war der Gartenbaudirektor Richard Woy.

Der Park ist 2,78 ha groß. Da das Gelände etwa 1,50 m höher als die angrenzenden Straßen lag, wurde die Anlage zu den Straßen hin abgeböscht. Vom alten Friedhof, der sich ursprünglich hier befand, wurde als einziges Relikt die alte Friedhofsmauer an der Kirchhofstraße übernommen. Sie wurde jedoch in kleinerer Form als Sockelmauer angelegt. Benannt wurde der Park nach dem ersten Spandauer Oberbürgermeister Friedrich Koeltze (1852-1939). Friedrich Koeltze prägte in mehr als 30 Amtsjahren die Entwicklung Spandaus, indem er die Wirtschafts- und Sozialstruktur des heutigen Bezirks entscheidend änderte. Er veranlasste u.a. Maßnahmen wie die Entfestigung der Stadt, die Heranziehung der staatlichen Werkstätten zu den Gemeindeabgaben, die Ansiedlung einer leistungsfähigen Privatindustrie und die Eingemeindung größerer Gebiete an der Peripherie der Stadt. In seine Amtszeit fällt auch der Ausbau des Verkehrswesens, der Bau der Kreisbahn, die Anlage des Nord- und Südhafens, der Bau des Wasserwerkes, die Verlegung der Kanalisation, die Erweiterung der Gasanstalt und die Einrichtung eines Elektrizitätswerkes.

Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges mit den hinterlassenen Verwüstungen an Vegetationsdecke, Grasnarben und Strauchpflanzungen wurde es notwendig, den stark zerstörten Park wiederherzustellen. Nach notdürftigen Reparaturen erfolgte von 1962-1964 eine erste Umgestaltung unter der Leitung der Berliner Garten- und Landschaftsarchitektin Hannelore Kossel.

In den Jahren 1987-1997 wurde der Park nochmals neu gestaltet. So entstanden hochwertig gestaltete Schmuckanlagen. Der Entwurf des Parks geht zurück auf den Gartenarchitekten Lothar Knorr. Die Pergola und der Pavillon wiederum wurden 1990-1992 von Claus Mattheus, einem Mitarbeiter des Natur- und Grünflächenamtes Spandau entworfen und von Schülern des Oberstufenzentrums Bautechnik Berlin gebaut. In den Boden des Pavillion wurde 1997 nachträglich ein Höhenmesspunkt in Form einer Granitplatte eingelassen, deren Intarsien aus Messing sind. In dieser Form ist sie einzigartig in Berlin.

Der Park beherbergt ca. 20 verschiedene Baumarten. Auffällig ist das unterschiedliche Artenspektrum des Altbaumbestandes. Während im westlichen Teil des Parks an der Kurstraße Linde, Spitzahorn und Eiche dominieren, kommen im östlichen Teil überwiegend Ahornbäume vor. Dies ist ein Hinweis auf die unterschiedlichen Baumarten der ehemaligen hier befindlichen Kirchhöfe. Neben den genannten Arten sind im Park häufig Robinien, Kastanien und Eschen zu finden. Die Großbäume sind die wesentlichen, gestaltprägenden Elemente der Parkanlage.

Das Gelände wurde durch Hecken und Mauern eingefasst, um die Anlage gegen Beeinträchtigungen aus der Umgebung abzuschirmen und ihre Eigenständigkeit zu verdeutlichen. Die Eingangsbereiche wurden durch Mauerpfosten betont. Die große zusammenhängende Grasfläche wurde durch eine leichte Bodenmodellierung in Form eines nachempfundenen gewundenen Flusslaufs gegliedert.

Von der Altstadt ca. 800 m entfernt und inmitten dichter Wohnbebauung ist der Park die einzige große, frei zugängliche Grünfläche der Spandauer Neustadt im Zwickel der beiden alten Landstreifen nach Schönwalde bzw. Niederneuendorf. Der engere Einzugsbereich des Koeltzeparks wird bestimmt durch das Hauptstraßennetz, der Schönwalder Straße im Westen und der Neuendorfer Straße im Osten. Die unmittelbar anschließenden Nebenstraßen sind ruhige Anliegerstraßen, die mit ihrer Namensgebung teilweise auf die Geschichte dieses Vorstadtbereiches hinweisen.

Koeltzepark
Größe 2,78 ha
Freizeitangebote Spazierwege, Kinderspiel- mit Bolzplatz, Liegewiesen
Sonderanlagen eingezäunter Hundeauslauf
Besonderheit Trinkbrunnen und Pavillion mit Messpunkt
Rechtsstatus Gewidmete öffentliche Grün- und Erholungsanlage
Entstehungszeit 1932-1933, Einweihung 21.06.1934, 1. Umgestaltung 1962-1964
Landschaftsarchitekten Gartenbaudirektor Richard Woy, Garten- und Landschaftsarchitektin Hannelore Kossel , Gartenarchitekt Lothar Knorr
Pflege und Unterhaltung Bezirksamt Spandau / Straßen- und Grünflächenamt  Kontakt
Verkehrsverbindungen siehe Stadtplan
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Karte Koeltzepark
Literatur:
Koeltzepark 2003


Eingang Schönwalder Straße

Berg-Ahorn Naturdenkmal

Spielplatz

Füße alter Säulen-Pappeln

Messplatte im Pavillon

Trinkbrunnen