Der Gutspark Britz gehört zu einem ehemaligen Rittergut, das bis Ende 17. Jahrhundert der Familie Britzke gehörte. Unter dem preußischen Staatsminister Rüdiger von Illgen, der das Gut 1719 erwarb, wurde der Gutspark in barockem Stil angelegt. Er pflanzte in diesen Garten eine der ersten Robinien (Robinia pseudoacacia), die dann in Deutschland heimisch wurden. Ewald Friedrich von Hertzberg, der das Gut 1753 erbte, baute den barocken Garten aus. Nach mehrfachem Besitzerwechsel erwarb 1880 der Fabrikant Wilhelm August Julius Wrede das Gut und den Park und nahm bedeutende Veränderungen vor. Das Gutshaus wurde im Stil der Renaissance umgebaut und der geometrische Garten in einen landschaftlichen Park umgestaltet. Ein neues Wegesystem wurde angelegt und der Park mit Blumenrabatten und tropischen Pflanzen ausgestattet. 1924 wurde das Gut an die Stadt Berlin verkauft und der Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1985-88 wurde das Anwesen sorgfältig instandgesetzt.
Der Gutspark, der sich heute wieder in der Gestalt des ausgehenden 19. Jahrhunderts präsentiert, lädt zu einem Spaziergang ein. Das Herzstück der Gartenanlage sind die repräsentativen Bereiche, die insbesondere die Vorfahrt des Schlosses sowie den rückwärtigen Gartenteil mit einer Vielzahl von Motiven und farbigen Eindrücken umfassen. Das Gesamtensemble von Gutsanlage, Feldsteinkirche, Dorfplatz, Dorfteich, Friedhof und Pastorat gehört zu den wenig erhalten gebliebenen Ortskernen typisch märkischer Dorflagen. Im Gutshaus und den historischen Gebäuden des Gutshofes werden Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen vom Bezirksamt Neukölln und der Kulturstiftung Schloss Britz angeboten. Vor allem der "Britzer Musiksommer" zieht weit über die Bezirksgrenze hinaus viele Besucher an.
Gutspark Britz
| Größe |
4,6 ha |
| Freizeitangebote |
Spazieren, Verweilen, Besichtigen |
| Sonderanlagen |
Rosengarten, Gutshof Britz |
| Eingang |
Fulhamer Allee |
| Öffnungszeiten |
täglich von 8.30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit bei freiem Eintritt |
| Rechtsstatus |
Gewidmete öffentliche Grün- und Erholungsanlage, Gartendenkmal |
| Entstehungszeit, Landschaftsarchitekten |
Ende 17. Jh. / Anfang 18. Jh., Umgestaltungen um 1840, um 1890 von Wilhelm Nahlop und nach 1950 von Kurt Pöthig, Restaurierung 1985-88 |
| Verkehrsverbindungen |
siehe Stadtplan |
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Literatur:
Parks und Gärten in Berlin und Potsdam
DGGL-Reiseführer deutsche Gärten
Berlin Grün, Historische Gärten und Parks der Stadt
Das grüne Berlin erholen, besichtigen, erleben
Grüne Oasen in Berlin, Freizeit & Erholung in Parks und Gärten |
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Weitere Informationen
Öffentliche Brunnen
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