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Ausgewählte Grünanlagen in Mitte

Gendarmenmarkt


Gendarmenmarkt - Luftbild
Foto: Partner für Berlin/FTB-Werbefotografie

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Der Gendarmenmarkt zählt zu den schönsten Plätzen Berlins. 1688 unter Kurfürst Friedrich III., dem späteren Friedrich I. König in Preußen, als Hauptmarkt in der damaligen Friedrichstadt angelegt, wurden hier in den Jahren 1705 und 1708 die Kirchen der lutherischen und der französischen Gemeinde errichtet. Die um die Gotteshäuser angelegten Kirchhöfe wurden unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. beseitigt, stattdessen wurden Stallgebäude und die Hauptwache für das Kürassierregiment der „Gens d‘armes“ erbaut, von deren Anwesenheit sich der Name des Platzes ableitet. Friedrich der Große wiederum ließ die Stallungen im Jahr 1773 abreißen. Der Platz erhielt eine einheitliche Umbauung mit dreistöckigen Gebäuden. Den Mittelpunkt des architektonischen Ensembles bildet das zwischen dem heutigen Französischen und dem Deutschen Dom gelegene Schauspielhaus (heute Konzerthaus genannt), das nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel 1821 errichtet wurde. 1871 wurde vor dem Schauspielhaus das von Reinhold Begas geschaffene Schiller-Denkmal eingeweiht.
 
Der städtebauliche Grundgedanke, den repräsentativen Bauten einen angemessenen Freiraum zur Wirkung entgegenzusetzen, prägt bis heute die Gestaltung des Platzes. Erst 1889 wurde der Gendarmenmarkt vom Berliner Stadtgartendirektor Hermann Mächtig gartenkünstlerisch gestaltet. Er ordnete zwei Rasenparterres mit Wasserbassins und Fontänen spiegelbildlich zueinander an, bereicherte den Platz mit dekorativen Ziersträuchern und teilweise exotischen Bäumen und bestückte ihn mit zahlreichen Beeten, Bänken und Laternen. Zusätzlich schmückte die Platzfläche ein aufwändiges Mosaikpflaster. Anfang der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erfolgte dann eine Reduzierung und Vereinfachung der aufwändigen Schmuckbepflanzung. Nach den Kriegszerstörungen blieb man beim Wiederaufbau dem Konzept des weitgehend offenen und steinernen Platzes treu, ohne jedoch auf Bepflanzungen zu verzichten, wie z.B. die kleinwüchsigen Kugelahorne neben dem Französischen Dom sowie an der Ecke Markgrafenstraße/ Mohrenstraße und die Pflanzungen am Sockel des Französischen Doms zeigen. Die heutige Gestaltung des Platzes erfolgte nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekten Prof. Hubert Matthes von 1977 in Zusammenarbeit mit dem Architekten Manfred Prasser und dem Landschaftsarchitekten Andreas Naumann. Durch Instandsetzungsarbeiten der Gartendenkmalpflege in den Jahren 1995-96 wurde westlich des Deutschen Doms ein kleiner Teilbereich der kaiserzeitlichen Platzanlage von 1889 wiederhergestellt.

Am Gendarmenmarkt gibt es heute zahlreiche Cafés und Restaurants, die gern genutzt werden, um am Platz zu verweilen und das Ambiente zu genießen. Auch Veranstaltungen wie z.B. Freiluftkonzerte oder ein kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt finden auf dem Platz statt und erhalten durch die historischen Bauwerke und die großzügige Platzgestalt eine ganz besondere Atmosphäre.
 
Gendarmenmarkt
Größe 3 ha
Freizeitangebote Verweilen, Besichtigen
Rechtsstatus Gewidmetes öffentliches Straßenland
Entstehungszeit 1889
Landschaftsarchitekt Hermann Mächtig, Prof. Hubert Matthes
Pflege und Unterhaltung Bezirksamt Mitte / Straßen- und Grünflächenamt  Kontakt
Verkehrsverbindungen siehe Stadtplan
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Literatur:
Berlin Grün, Historische Gärten und Parks der Stadt

Gendarmenmarkt - Solitärbäume (Naturdenkmale) vor dem Schauspielhaus
Gendarmenmarkt - Solitärbäume

Gendarmenmarkt - Schauspielhaus
Gendarmenmarkt - Schauspielhaus

Gendarmenmarkt - Grünflächen vor dem Deutschen Dom
Gendarmenmarkt - Grünflächen

Gendarmenmarkt - Straßencafé vor dem Schauspielhaus
Gendarmenmarkt - Straßencafé

Gendarmenmarkt
Gendarmenmarkt

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