Die Schlossanlage Charlottenburg ist ein bedeutendes Zeugnis des Barock. Der Park wurde 1697 als französischer Barockgarten vom Le Nôtre-Schüler Siméon Godeau mit Broderie-Parterre und Brunnenanlage angelegt worden. Das Schloss selbst wurde als Sommerresidenz des Kurfürsten Friedrich III. und seiner Gemahlin Sophie Charlotte nach Entwürfen des Architekten Johann Arnold Nehring errichtet und anlässlich der Krönung Friedrichs zum ersten preußischen König 1701 zu einer repräsentativen Anlage von Johann Friedrich Eosander ausgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts begann die Umgestaltung und Erweiterung des Barockgartens in einen englischen Landschaftsgarten durch die Hofgärtner Johann August Eyserbeck und Georg Steiner. Ab 1819 setzte Peter Joseph Lenné diese Entwicklung fort und löste die barocke Anlage völlig auf. Es entstanden großräumige Rasenpartien mit Baum- und Strauchgruppen. Nach den Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg wurde der Park ab 1950 in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand wiederhergestellt. Das Broderie-Parterre wurde im Frühjahr 2001 originalgetreu rekonstruiert und lädt nunmehr wieder zum Flanieren ein.
Von der Schlossterrasse aus hat man einen weiten Blick über das Parterre und den anschließenden Karpfenteich. Die zahlreichen Liegewiesen im landschaftlichen Teil des Parks werden zum Sonnen, Spielen und Picknicken ausgiebig genutzt. Der Trümmerberg im Norden der Anlage ist im Winter ein beliebter Rodelhang. Hier befindet sich auch ein Kinderspielplatz. In den im Westen vor der Orangerie gelegenen schattigen Heckenquartieren (Boskette) gibt es ruhige Plätze zum Verweilen. Zu den Besonderheiten im Park zählen das Belvedere, die Luiseninsel und das Mausoleum, die man unbedingt besuchen sollte. Auch das Schloss und seine Nebengebäude laden zur Besichtigung ein. Vom Schlosspark aus kann man am Südufer der Spree entlang bis Ruhleben oder zur Dovebrücke und von dort weiter am Landwehrkanal entlang bis in den Großen Tiergarten wandern.
Schlosspark Charlottenburg
| Größe |
53,4 ha |
| Freizeitangebote |
Spazierwege, Spiel- und Liegewiesen, Bänke, Spielplatz, Rodelhang |
| Sonderanlagen |
Luiseninsel, Belvedere, Mausoleum, Schinkel-Pavillon |
| Öffnungszeiten |
Ganzjährig geöffnet, im Sommer 6.00 bis 21.00 Uhr, im Winter 6.00 bis 20.00 Uhr, freier Eintritt |
| Rechtsstatus |
Gewidmete öffentliche Grün- und Erholungsanlage, Gartendenkmal |
| Betreiber |
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten |
| Entstehungszeit, Landschaftsarchitekten |
1697 von Siméon Godeau als Barockgarten angelegt, Ende 18./Anfang 19. Jh. Umgestaltung und Erweiterung zum Landschaftspark durch Johann August Eyserbeck, Georg Steiner und Peter Joseph Lenné |
| Verkehrsverbindungen |
siehe Stadtplan |
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Literatur:
Die Gärten des Charlottenburger Schlosses
Parks und Gärten in Berlin und Potsdam
DGGL-Reiseführer deutsche Gärten
Berlin Grün, Historische Gärten und Parks der Stadt
Das grüne Berlin erholen, besichtigen, erleben
Grüne Oasen in Berlin, Freizeit & Erholung in Parks und Gärten |
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Weitere Informationen
Öffentliche Brunnen
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