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Friedhöfe und Begräbnisstätten

Heidefriedhof Tempelhof


Heidefriedhof Tempelhof
Berlin-Karte
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Bezirk Tempelhof- Schöneberg von Berlin
 
unter Verwendung des FIS-Broker
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Die Ereignisse der letzten Kriegsmonate und die damit verbundenen hohen Sterbeziffern führten zu der Notwendigkeit, neue Bestattungsflächen für die zahlreichen Toten zu finden (Eindämmung der Seuchengefahr).
Da besonders im innerstädtischen Bereich nicht ausreichend Friedhofsflächen zur Verfügung standen, wurden vielerorts Notbegräbnisstätten eingerichtet, so auch auf dem öffentlichen Gelände auf dem Bäumerplan am St. Josef-Krankenhaus (ca. 250 Tote) und des Wenckebach-Krankenhauses (ca. 330 Tote).

Die Umbettung der Notbestatteten zum neu eingerichteten Heidefriedhof Tempelhof war aus gesundheitlichen Gründen notwendig und erfolgte auf Veranlassung des Gartenbauamtes und mit Genehmigung des Polizeipräsidenten von Berlin im März 1952. Bei den Opfern handelte es sich zum größten Teil um ehemalige Angehörige der Wehrmacht, die in den oben genannten Krankeneinrichtungen (früher Reservelazarett Nr. 111 und Nr. 122) gestorben waren. Beträchtlich war aber auch die Zahl der zivilen Opfer.
Die Toten wurden in Einzelgräbern (Unterabteilungen A bis D) würdevoll beigesetzt.

Die Gestaltung der Gesamtanlage erfolgte nach den Plänen des Gartenbauamtes Tempelhof und wurde im "Telegraf" vom 09.02.1952 folgendermaßen beschrieben: "Das Modell lässt ein großes Oval erkennen, dessen Südspitze sich etwas verjüngt und den Blick auf ein höher gelegenes Ehrenmal freigibt. Unter diesem Mal, einem 9½ m hohem Holzkreuz, sollen jene Toten beigesetzt werden, deren Identifizierung nicht möglich ist. Alle Gräber sollen nach den Plänen des Gartenbauamtes einheitlich bepflanzt werden. Außerdem erhalten sie ein kleines Gedächtniskreuz aus Eichenholz, auf dem der Name des Toten angegeben ist. Eine Einfassung des Platzes mit immergrünen Gehölzen soll die Gemeinschaft der Kriegsopfer des Jahres 1945 besonders betonen."

Die Grabkreuze wurden erst 2002 erneuert und erstmalig mit den vollständigen Daten der Verstorbenen versehen.

Heidefriedhof Tempelhof
Adresse Reißeckstraße 14, 12107 Berlin
Eröffnung 1951
Architekt Bernhard Kynast
Grösse 210.000 m²
Anzahl der Grabstätten 624 Einzelgräber und 1 Sammelgrab
Friedhofstyp Parkfriedhof
Opfergruppen Soldaten des 2. Weltkrieges, Zivilisten
Verkehrsanbindung siehe Stadtplan
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