Die erste Bestattung auf dem Gelände des Waldfriedhofes
Zehlendorf erfolgte im Jahre 1945, ohne dass irgendeine Planung für einen
Friedhof vorlag. Die Arbeitsgemeinschaft Foerster, Hammerbacher, Mattern erarbeitete
1946/47 einen Entwurf, dessen Konzeption im Wesentlichen umgesetzt wurde. Der
Waldfriedhof Zehlendorf wurde 1945 eröffnet und ist damit die jüngste
Begräbnisstätte des Bezirkes Zehlendorf. Erweiterungen der Anlage
wurden 1948 bis 1954 von Max Dietrich durchgeführt.
Der weitläufige Friedhof hat auf Grund der Größe und des
Baumbestandes den Charakter einer Waldlandschaft. Die Mehrzahl der Grabstätten
besitzen schlichte Grabsteine und der Übergang von Wald- und Grabflächen
wurde zum Teil bewusst fließend gestaltet.
Im Jahre 1953 erfolgte auf einer über 8000 m² großen baumlosen
Wiese die Anlegung des italienischen Ehrenfriedhofes mit einem hohen Steinkreuz
und Altar. Die Gräber der teilweise unbekannten, in Berlin gefallenen,
Soldaten sind durch rd. 1.170 Kissenplatten markiert.
Vor den Feierhallen, die in den Jahren 1956/57 nach Entwürfen von Sergius
Ruegenberg und Wolf v. Möllendorf entstanden, stehen zwei travertinverkleidete
hohe Wände als Symbole der Schwelle zwischen Leben und Tod. Die Stirnseiten
der Hallen sind vollständig verglast und leiten den Blick von der Feierhalle über
die großen Vorplätze zur Natur.
Zu den namhaften Persönlichkeiten, die auf dem Waldfriedhof Zehlendorf
bestattet wurden, gehören u.a. der Komponist Boris Blacher, der Dichter
Gottfried Benn, der Regisseur und Schauspieler Helmut Käutner, die Schauspielerin
Hermine Körner, der Regisseur Erwin Piscator, die Politiker Willy Brandt,
Ernst Reuter, Julius Leber und Otto Suhr, der Architekt Hans Sharoun und
die Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef
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Ehrengrab Willy Brandt

Grabstelle Ulrich Schamoni

Ehrengrab Hildegard
Kneef
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