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Umweltzone

Nachrüstung / Förderung / Finanzierungsmöglichkeiten


Ältere Dieselfahrzeuge, die keine grüne Plakette erhalten, dürfen nicht in die Umweltzone. Aber nicht immer muss das Fahrzeug ersetzt werden, oft kann es auch mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden. Dies gilt besonders für Fahrzeuge mit gelber Plakette.


Filternachrüstung – was bringt das?

Die Ausstattung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfilter ist ein aktiver Beitrag zum Schutz der Gesundheit und des Klimas. Denn Partikelfilter können je nach Bauart mehr als 90 % der Partikel aus den Diesel-Abgasen entfernen. Filter mit einem so hohen Wirkungsgrad werden für die Nachrüstung von Lkw verwendet. Für Pkw liegt der Wirkungsgrad der Filter in der Regel zwischen 30 und 60 %, weil einfachere Bauweisen verwendet werden.

Partikelfilter können auch die allerfeinsten Partikel zurückhalten, weil die Teilchen nicht wie in einem Sieb an Löchern hängenbleiben, sondern durch Diffusions- und Trägheitseffekte an den großen inneren Oberflächen des Filtermaterials abgeschieden werden. Schwierig beim Partikelfilter ist nicht das Zurückhalten der Partikel im Filter, sondern die Entfernung der angelagerten Rußpartikel aus dem Filter, damit dieser nicht verstopft. Für die Regeneration muss der Ruß verbrannt werden. Hierfür müssen Abgas und der Filter heiß genug werden, damit sich der Ruß entzünden kann. Erleichtert wird der Prozess durch katalytisch wirksame Oberflächen oder Additive und Stickstoffdioxid im Abgas.

Partikelfilter-Nachrüstung

Die meisten Dieselfahrzeuge können heute mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden.
Nachgerüstete Fahrzeuge werden in eine bessere Schadstoffgruppe eingestuft, so dass sie eher in Umweltzonen fahren dürfen. Welche Schadstoffgruppe erreicht wird, regelt die Kennzeichnungsverordnung (35. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz).
Weitere Informationen: Plakette

Für die Nachrüstung dürfen nur zertifizierte Filter eingebaut werden. Die technischen Anforderungen für Partikelfilter sind in den Anlage XXVI (Pkw/leichte Nutzfahrzeuge) und XXVII (Lkw) zur Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geregelt. Die Systeme werden in vorgeschriebenen Fahrzyklen getestet und müssen u.a. einen bestimmten Rückhaltegrad erfüllen und eine bestimmte Haltbarkeitsdauer gewährleisten. Sie erhalten dann vom Kraftfahrtbundesamt die Allgemeine Betriebserlaubnis.

Die Filter werden anhand der erreichbaren Partikelminderung in Partikelminderungsklassen PM 01 bis PM 4 (für Pkw) und PMK 01 bis PMK 4 (für Lkw) eingestuft.

Die Partikelminderungsstufe bestimmt die Schadstoffgruppe (Plakette), die nach einer Nachrüstung erreicht wird. Informationen zur Einstufung Ihres Fahrzeugs in eine Schadstoffgruppe finden Sie unter dem Stichwort "Plakette"

Über den Einbau des Filtersystems erhält man von der Werkstatt eine Bescheinigung. Die Zulassungsstelle nimmt aufgrund dieser Bescheinigung eine Eintragung in Ziffer 22 der Kfz-Papiere vor und kann eine bessere Plakette erteilen.

Wo finde ich Informationen zur Nachrüstung meines Fahrzeuges im Internet?

Informationen über Nachrüstungsmöglichkeiten finden Sie auf der Internetdatenbank www.feinstaubplakette.de.
Für die Nachrüstung kann es sich durchaus lohnen, mehrere Werkstätten oder eine spezielle Nachrüstungswerkstatt zu Rate zu ziehen. Auch Anbieter und Hersteller von Nachrüstsystemen informieren beispielsweise über das Internet.

Einstufung Abgasnorm und Kfz-Steuer

Die Abgasnorm (Euro-Norm) eines Fahrzeugs und damit die entsprechende Einstufung bei der Kfz-Steuer ändern sich durch den Einbau eines Filters nicht, da die übrigen limitierten Abgasschadstoffe dadurch nicht reduziert werden.

Wird die Nachrüstung mit Partikelfiltern gefördert?

Die Nachrüstung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird in 2016 mit 260,- Euro gefördert.

Zuständig für die Abwicklung des Förderprogramms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie sich über Einzelheiten der Förderung informieren

Welche Förderprogramme bzw. Finanzierungsmöglichkeiten für Nutzfahrzeuge gibt es?

Zur Förderung von Investitionen in Unternehmen gibt es diverse Programme auf Bundes- und Landesebene. Die folgenden Hinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch können sich die genannten Anforderungen jederzeit ändern. Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden. In jedem Fall ist eine direkte Kontaktaufnahmen mit den genannten Institutionen notwendig.

KfW-Bankengruppe

Im Rahmen des KfW-Umweltprogramms (Programmnummern 240, 241) wird die Anschaffung von emissions- und lärmarmen leichten Nutzfahrzeuge, die den Abgasstandard Euro 6 erfüllen, mit zinsgünstigen Krediten gefördert.
Gefördert wird auch die Anschaffung von biomethan- oder erdgasbetriebenen Fahrzeugen, die den Abgasstandard Euro 6, beziehungsweise bei schweren Nutzfahrzeugen mindestens EEV erfüllen, sowie die Errichtung von Betankungsanlagen für diese Kraftstoffe.
Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank ist unter der Servicenummer 01801/241124 erreichbar und berät Sie zu den Programmen, die von der KfW Mittelstandsbank angeboten werden. Darüber hinaus wird der Bereich gewerblicher Umweltschutz abgedeckt. Die Berater und Beraterinnen des Infocenters der KfW Förderbank sind unter der Servicenummer 01801/335577 von montags bis freitags, jeweils von 07:30 Uhr bis 18:30 Uhr, erreichbar.
Weitere Informationen:
www.kfw-foerderbank.de

Investitionsbank Berlin

Die Investitionsbank Berlin (IBB) unterstützt kleine und mittlere Berliner Unternehmen auch bei der umweltgerechten Nachrüstung bzw. beim Neukauf von Nutzfahrzeugen. Sie bietet verschiedene Kreditprogramme an. Für Beratung und Fragen stehen Ihnen die IBB-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen per E-Mail kundenberatung.wirtschaft@ibb.de und über die Hotline 030 / 2125-4747 zur Verfügung.

Förderung für Erdgasfahrzeuge

Erdgas ist ein besonders sauberer Kraftstoff. Daher gilt bis 2018 für Erdgas ein reduzierter Mineralölsteuersatz. Damit ist Erdgas auch ein sehr kostengünstiger Kraftstoff: im Vergleich zu Benzin können die Kraftstoffkosten um mehr als 50 Prozent und im Vergleich zu Diesel um ca. 30 Prozent niedriger sein. Über die niedrigeren Kraftstoffkosten können sich daher die Mehrkosten für Erdgasfahrzeuge amortisieren.

In Berlin gibt es 23 Erdgastankstellen. Ihre Standorte sind z.B. zu finden unter

Allgemeine Informationen zu Erdgasfahrzeugen: