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Luft

Blume-Messnetz


Luftgütemessstation Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg
Luftgütemessstation Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg
Die Luftverunreinigung Berlins wird seit 1975 durch das Berliner Luftgüte-Messnetz (BLUME) kontinuierlich gemessen.

Das Messnetz besteht derzeit aus 16 ortsfesten Messstationen für Luftschadstoffe und zusätzlich einer meteorologischen Station.

Von den einzelnen Stationen werden die 5-Minuten-Werte jedes Schadstoffes zur Messzentrale in der Brückenstraße (Mitte) übertragen und daraus die Stunden- und Tageswerte als Basis für die weitere Auswertung berechnet.

Die ermittelten Daten dienen

  • der Berechnung von Kennwerten der Luftverschmutzung zur Beurteilung der Luftqualität anhand von Grenz- und Leitwerten der 39.BImSchV,
  • der Ermittlung der Schadstoffbelastung für Genehmigungsverfahren (nach TA Luft),
  • der Ursachenermittlung der Luftverunreinigung,
  • der Verfolgung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Luftreinhaltung und
  • der Informationen der Öffentlichkeit.

In den Messstationen werden Stickoxide, Schwefeldioxid, Schwebstaub (PM10), Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon gemessen.

Da in den letzten Jahren die Belastung der Luft mit Schwefeldioxid und Schwebstaub deutlich zurückgegangen ist, wurde das BLUME auf jetzt 16 Stationen reduziert, von denen sechs an stark befahrenen Straßen, fünf im innerstädtischen Hintergrund (Wohn- und Gewerbegebieten) und 5 im Stadtrand- und Waldbereich liegen. Vier Stationen sind mit Geräten zur Benzolmessung ausgerüstet

PM10-Messungen werden zur Zeit an 11 Messstationen durchgeführt. In der PM10-Fraktion werden an zwei Messstellen zusätzlich Schwermetalle und an vier Messstellen zusätzlich Benzo(a)pyren bestimmt. An drei Stationen im innerstädtischen Hintergrund zur Bestimmung der durchschnittlichen Exposition (AEI) und zusätzlich an einer Station in einer Hauptverkehrsstraße werden gravimetrisch Partikelmessungen in der PM2,5-Fraktion durchgeführt.

Das Messnetz wurde seit 1997 um kleine und preiswerte Probenahmegeräte an Straßen erweitert, deren Proben im Labor analysiert werden. Mit diesen miniaturisierten Geräten werden Benzol und Ruß momentan an ca. 30 Standorten als Zwei-Wochenproben gesammelt (Benzol jedoch nur an 6 Standorten) . Zusätzlich wurden Passivsammler an diesen Orten zur Bestimmung von Stickoxiden angebracht. Diese manuell erzeugten Daten werden wegen des analyse-bedingten zeitlichen Versatzes zwischen Messung und Erhalt der Ergebnisse und ihrer geringen zeitlichen Auflösung ausschließlich als Jahresmittelwert in den Jahresberichten veröffentlicht.

Werktäglich werden gegen 12 Uhr die Messwerte des Vortags an einige Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen zur Veröffentlichung übermittelt. Parallel dazu werden die Daten auch ins Internet eingespeist und können dort abgerufen werden.


Monats- und Jahresberichte Monats- und Jahresberchte im pdf-Format bieten wir hier zum Download an. Diese können in Papierform auch unter Tel. 030 9025-2319 bzw. Fax 030 9025-2952 angefordert werden.