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Luftqualität in Berlin
Wie gut ist die Berliner Luft ?
Informationen zur Luftverschmutzung und was dagegen getan wird
Luftgütemessstation in Berlin Neukölln
Die Luftqualität in Berlin wird an 16 Stationen des Berliner Luftgüte-Messnetzes BLUME durch zumeist kontinuierliche Messungen von Schwefeldioxid (SO 2), Stickstoffdioxid (NO 2), Kohlenmonoxid (CO), Benzol und Ozon (O 3) sowie Feinstaubstaub (PM10) und Ruß überwacht. Die automatische Übertragung der Daten an die Messnetzzentrale ermöglicht eine stündliche Darstellung der aktuellen Messwerte.
Die Bewertung der Qualität der Berliner Luft orientiert sich an Grenz- und Zielwerten aus Verordnungen und Verwaltungsvorschriften zum Bundesimmissionsschutzgesetz und aus Richtlinien der Europäischen Union.
Messen alleine reicht aber nicht aus, um die Berliner Luft sauberer zu machen. Letztlich kommt es darauf an, den Schadstoffausstoß aus Verkehr, Industrieanlagen, Kraftwerken und aus privaten Haushalten zu vermindern. Dazu werden Daten über die Menge der in Berlin ausgestoßenen Schadstoffe (den Emissionen) gesammelt, was zusammen mit den Messdaten der Schadstoffe in der Luft (den Immissionen) eine wichtige Grundlage für die Suche nach den Ursachen der Luftbelastung darstellt. Die Tabelle unten enthält eine zusammenfassende Beurteilung der Luftqualität in Berlin. Basis sind die EU-Grenzwerte.
| Schadstoff |
Wichtigste Quellen der Belastung |
Situation in Berlin |
Handlungsbedarf |
Bewer-
tung |
| Schwefeldioxid |
Importiertes Schwefeldioxid, Wohnungsheizungen, Kraftwerke, Industrie, inzwischen auch der Verkehr (Dieselmotoren) |
Kein Problem mehr |
- |
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| Kohlenmonoxid |
Verkehr, Ofenheizungen |
Kein Problem mehr |
- |
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| Benzol |
Verkehr (Benzinmotoren) |
Kein Problem mehr |
- |
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| Stickstoffdioxid |
Verkehr, Importiertes Stickoxid, Wohnungsheizung, Industrie & Kraftwerke |
Ernstes Problem:
Überschreitungen des EU-Grenzwertes 2010 an allen Verkehrsmessstellen |
Zusätzliche Maßnahmen in Berlin und EU-weit notwendig, hauptsächlich im Verkehrssektor |
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Feinstaub
(PM10) |
Straßenverkehr (Diesel, Reifen und Bremsabrieb) private Haushalte (incl. Wohnungsheizung), importierter Sekundärstaub, Industrie, Baugewerbe, biologisches Material (z.B. Pollen) |
Ernstes Problem:
Weiterhin Überschreitung des EU-Grenzwertes 2005 an allen Verkehrsmessstellen |
Weiterhin zusätzliche Maßnahmen in mehreren Sektoren in Berlin und national/EU-weit erforderlich |
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Feinstaub
(PM2,5) |
Straßenverkehr (Diesel, Reifen und Bremsabrieb), private Haushalte (incl. Wohnungsheizung), importierter Sekundärstaub, Industrie, Baugewerbe, biologisches Material (z.B. Pollen) |
Kein Problem |
- |
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Ozon
(O3) |
Ozon wird kaum emittiert sondern aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen gebildet: Quellen dafür sind: Verkehr, Kraftwerke, Industrie, private Haushalte; Gut ein Drittel der Ozonkonzentration ist natürlichen Ursprungs; nur ein sehr geringer Teil der Belastung ist lokal bedingt |
Schwindendes Problem::
Noch Überschreitung der Langfristziele und des Zielwertes für den Gesundheitsschutz |
Zusätzliche Maßnahmen national und EU-weit erforderlich |
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Schwermetalle
AS, Cd, Ni, Pb, Hg |
Industrie & Kraftwerke, Müllverbrennung, Wohnungsheizung |
Kein Problem |
- |
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| Benzo(a)pyren (BaP) |
unvollständige Verbrennungsprozesse, z. B. Kohle- und Holzheizungen, Automotoren |
Ernstes Problem
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Konzentrationsminderung möglich durch Einsatz von Filtern für Kamine, Kohle- und Holzöfen.
Aufklärungsarbeit über richtiges Heizen mit Holz erforderlich.
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Übriggebliebene Schwerpunktthemen für die Luftreinhaltung in Berlin sind vor allem die Bekämpfung der Luftbelastung durch Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2). Um den Bedarf zusätzlicher Maßnahmen zur Minderung der Schadstoffemissionen beurteilen zu können, wurde im Luftreinhalte- und Aktionsplan 2005-2010 die Entwicklung der Belastung durch Schwebstaub und Stickoxide ohne zusätzliche Maßnahmen bis 2015 abgeschätzt.
Das Ergebnis der Abschätzung zeigte, dass implementierte Maßnahmen nicht ausreichten, die Feinstaubgrenzwerte für PM10 in den Hauptverkehrsstraßen der Stadt bis 2005 einzuhalten. Zusätzliche Maßnahmen wurden notwendig, unter anderem die Einführung der Umweltzone. Diese führte in den Jahren 2008-2010 zur Reduzierung der Abgase mit Ruß und Stickstoffoxiden.
Kontakt
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Referat Immissions- und Klimaschutz
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Stefan Gerike
Tel.: ++49 30 9025-2363
Fax: ++49 30 9025-2524
E-Mail: Umweltzone@senstadtum.berlin.de
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