Die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastungen in den Konfliktbereichen bindet bereits bestehende Planungen mit ein. In einem ersten Schritt wird überprüft, wie sich geplante bzw. in der Umsetzung befindliche Maßnahmen auf die Entwicklung der Lärmsituation auswirken.
Relevant sind hierbei insbesondere:
- die in den nächsten 5 Jahren vorgesehenen Maßnahmen im Untersuchungsgebiet, insbesondere Umbau- und Sanierungsarbeiten an vorhandenen Straßen (z.B. Prenzlauer Promenade, Pistoriusstraße)
- die mittel- bis langfristigen Planungen des Stadtentwicklungsplans Verkehr (StEP Verkehr)
Durch die zum Teil bereits umgesetzten bzw. kurzfristig vorgesehenen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen können in einigen Handlungsschwerpunkten der Lärmminderungsplanung Entlastungen erreicht werden.
Die Bewertung des StEP Verkehr als mittel- bis langfristige Planung zeigt, dass mit den dort untersuchten Maßnahmenszenarien im Untersuchungsgebiet keine relevanten lärmmindernden Effekte zu erzielen sind. Die siedlungsstrukturell bedingte Verkehrsentwicklung sowie Maßnahmen zur Verkehrsableitung aus der Innenstadt führen zu Belastungszunahmen im Untersuchungsbereich (Verdrängungseffekte). Diese können teilweise durch Umverteilung von innenstadtbezogenen Kfz-Fahrten im Zuge der Parkraumbewirtschaftung ausgeglichen werden.