Das straßenräumliche Konzept umfasst alle Maßnahmen der Straßenraumgestaltung zur Lärmminderung und zur städtebaulichen Integration der untersuchten Straßen. Die Maßnahmen werden differenziert nach
Maßnahmen an der Gleiskörperoberfläche oder der Fahrbahnoberfläche zur lärmarmen Abwicklung des Straßenbahn- und Kfz-Verkehrs
In Straßen mit hohen Verkehrsbelastungen sind bei lärmerhöhenden Fahrbahnbelägen vordringlich Maßnahmen an der Gleiskörperoberfläche oder der Fahrbahnoberfläche umzusetzen.
Die städtebauliche Integration des Verkehrs durch bauliche Maßnahmen kann sich durch die Vergrößerung des Abstandes von den Fahrbahnen zu den Gebäuden unmittelbar auf die Lärmbelastung auswirken. Weitere indirekt lärmmindernde Maßnahmenwirkungen sind:
die Unterstützung eines angepassten Geschwindigkeitsniveaus und die Verbesserung des Verkehrsflusses,
die Verringerung der Verkehrsbelastungen durch kapazitätsreduzierende Maßnahmen (z.B. Umwidmung von Fahrspuren),
die Reduzierung der Belästigungswirkung durch Lärm z.B. durch Straßenraumbegrünung und Gestaltung,
die Verbesserung der Seitenräume zugunsten des Fußverkehrs, des Radverkehrs und der Haltestellensituationen als Unterstützung langfristiger Strategien zur intensiveren Nutzung der lärmarmen Verkehrsarten.
Straßenräumliche Maßnahmen zur städtebaulichen Integration müssen nicht zwangsläufig mit kostenintensiven Umbauten im Straßenraum verbunden sein. Auch z.B. mit Markierungen können Verkehrsflächen neu aufgeteilt werden und damit positiv Einfluss auf die Lärmbelastung genommen werden.
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