Umwelt  

 

Klimaschutz

Anpassung an den Klimawandel

Fotos: Pixabay

Klimawandel bezeichnet eine längerfristige Temperaturänderung der Erdatmosphäre.

In den vergangenen zwei bis drei Millionen Jahre gab es auf der Erde einen zyklischen Wechsel von Warm- und Kaltphasen. Das ist auf die Neigung der Erdachse und die elliptische Umlaufbahn der Erde um die Sonne und dem daraus resultierenden Abstand der Erde zur Sonne sowie dem Einstrahlungswinkel der Sonnenstrahlen auf die Erde zurückzuführen. Darüber hinaus gibt es weitere natürliche Faktoren wie beispielsweise Vulkanismus und durch Rückkopplungseffekte verursachte Veränderungen der Meeresströmungen, die das Klima beeinflussen.

In den letzten 150 Jahren hat jedoch der Mensch entschieden dazu beigetragen, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu erhöhen und so eine globale Erwärmung voranzutreiben. Das ist auf die massive Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl und Erdgas) und eine veränderte Landnutzung, wie die Rodung von Wäldern und die Trockenlegung von Mooren zurückzuführen.

Laut aktuellem IPCC-Bericht ist die globale atmosphärische Konzentration von CO2 seit vorindustrieller Zeit um 40 % angestiegen. Die atmosphärischen Konzentrationen von CO2, Methan und Stickstoffoxiden sind mittlerweile so hoch wie nie zuvor innerhalb der letzten 800.000 Jahre.

In jeder der letzten drei Dekaden fand eine zunehmende Erwärmung der Erdoberfläche statt, die stärker war als in jeder zurückliegenden Dekade seit 1850. Die Folgen sind bereits deutlich erkennbar. Global findet eine Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane statt, das Meereis schmilzt, der Meeresspiegel steigt, Gletscher schrumpfen, Permafrostböden tauen auf und setzen Methan frei. Regional kommt es vermehrt zu Extremwetterereignissen wie Hitzeperioden, Stürmen, Starkregenereignissen und Hagel.

Am 19. Juli 2016 hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) das im Dezember 2014 durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Auftrag gegebene "Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Berlin" (AFOK) vorgelegt. Das gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Konsortium erarbeitete Konzept greift die Zielstellung des Berliner Energiewendegesetzes (EWG Bln) auf, das die Verbesserung der Anpassungsfähigkeit und den Erhalt der Funktionsfähigkeit städtischer Infrastrukturen sowie der urbanen Lebensqualität als Verpflichtung des Berliner Senats formuliert.

Mit Hilfe eines auf Indikatoren basierenden Klimafolgenmonitorings soll die Entwicklung klimatischer Parameter in der Vergangenheit und Gegenwart hinsichtlich erkennbarer Entwicklungstrends überwacht werden. Darüber hinaus sollen damit die eintretenden Klimafolgen frühzeitig erkannt werden, um Anpassungsmaßnahmen zielgerichtet durchzuführen zu können.

Aktuell

Broschüre
Klimafolgen­monitoring des Landes Berlin
Bericht 2016 mehr

Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Berlin" (AFOK)
mehr

Links

Nationale Klimaschutzinitiative (BMUB)
Stadtentwicklungsplan (StEP) Klima
IPCC-Bericht
Global Change Institute