|
|
Klimaschutz
Glossar
Abwärme
Der Anteil der bei der Stromerzeugung anfallenden Energie, der in Form von Wärme nutzbar gemacht wird und zum Beispiel zu Heizzwecken verwandt wird.
Biomasse
Die Gewinnung von Energie aus Biomasse erfolgt aus pflanzlichen oder tierischen Produkten oder Rückständen. Dabei kann es sich um Mist, Holz, Stroh, Pflanzen, Klärschlamm oder auch Hausmüll handeln. Biomasse-Energie ist immer regenerative Energie.
Blockheizkraftwerke
Blockheizkraftwerke (BHKW) arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die in Blockheizkraftwerken durch ölgetriebenen Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen erzeugte Elektrizität und Wärme dient zur Versorgung von nahe gelegenen Wohnhaussiedlungen, Betrieben oder kleineren Gewerbegebieten.
Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage)
Bei der Stromerzeugung in Gas- und Dampfturbinenanlagen nutzt ein der Gasturbine nachgeschalteter Abhitzekessel die von der Gasturbine kommende heißen Abgase zur Erzeugung von Dampf. In einer nachfolgenden Dampfturbine wird dieser durch Entspannung zur Erzeugung von Strom genutzt. Der GuD-Prozeß zeichnet sich durch hohe Wirkungsgrade und verhältnismäßig geringe Schadstoffemissionen aus.
Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
Deutsch: Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen, oft als Weltklimarat bezeichnet. Das IPCC wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. Das IPCC betreibt selbst keine Wissenschaft, sondern trägt die Ergebnisse der internationalen Forschungen in den verschiedenen Disziplinen zusammen, darunter besonders der Klimatologie. Es bildet eine kohärente Darstellung dieses Materials in Sachstandsberichten ab, englisch "IPCC Assessment Reports". Die Berichte des IPCC werden in Arbeitsgruppen erstellt und vom international besetzten Plenum akzeptiert. Die Aussagen der Sachstandsberichte sind anerkannter wissenschaftlicher Ausgangspunkt der politischen Diskussionen über die globale Erwärmung.
KWK
Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung kombinieren die Strom- mit der Wärmeerzeugung. So geht die bei der Stromproduktion anfallende Wärme nicht ungenutzt verloren sondern wird ebenfalls verwendet. Die eingesetzten Energieträger werden optimal ausgenutzt. KWK spart gegenüber der herkömmlichen Erzeugung von Strom und Wärme bis zu 40 Prozent Primärenergie ein.
Nachhaltigkeit (sustainability)
Unter Nachhaltigkeit im Sinne der Energiepolitik versteht man den schonenden Umgang mit den erschöpfbaren Energieträgern wie Kohle oder Öl. Der Verbrauch dieser Energieträger führt dazu, daß sie späteren Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine nachhaltige Energiepolitik fördert daher den Einsatz erneuerbarer Energieträger.
Netzeinspeisung
Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die ein Netz für die allgemeine Versorgung betreiben, sind verpflichtet, den in ihrem Versorgungsgebiet erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien abzunehmen und den eingespeisten Strom dem jeweiligen Erzeuger zu vergüten (siehe Einspeisevergütung).
Photovoltaik
Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Die Umwandlung erfolgt über Solarzellen. Auf Grund des physikalisch bedingten einge-schränkten Wirkungsgrades kann eine Solarzelle selbst bei voller Sonnenstrahlung (ca. 1.000 Watt pro Quadratmeter Erdoberfläche, Mittagszeit) maximal - je nach Solarzellentyp - 17 Prozent dieser Energie direkt in Strom verwandeln.
Primärenergieträger
Primärenergieträger sind die zur Gewinnung von Energie nutzbaren Rohstoffe. Dazu gehören neben den weitverbreiteten fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas auch erneuerbare Energieträger (siehe
regenerative Energie
) wie Sonne, Wind und Wasser.
Schadstoffemissionen
Treten Elemente oder Verbindungen an die Umwelt aus, bei denen Gesundheits- oder Umweltschädigungen auftreten können, so spricht man von Schadstoffemissionen. Bei der Verbrennung fossiler Energieträger zur Stromerzeugung treten unweigerlich Schadstoffe wie SO2 und NOx aus. Darüber hinaus geht man davon aus, dass das bei der Verbrennung gebildete CO2 zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt (siehe
Treibhauseffekt
).
Wirkungsgrad
Bei jeder Energieumwandlung treten energetische Verluste auf. Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der aufgewendeten Energie tatsächlich genutzt wird.
Energieeinheiten
| |
kJ |
kcal |
kWh |
tSkE1 |
toe2 |
| kJ |
1 |
0,239 |
0,278 10-3 |
0,341 10-7 |
0,239 10-7 |
| kcal |
4,19 |
1 |
1,16 10-3 |
0,143 10-6 |
0,1 10-6 |
| kWh |
3,6 103 |
860 |
1 |
0,123 10-3 |
0,086 10-3 |
| tSKE |
29,3 106 |
7 106 |
8,14 103 |
1 |
0,7 |
| toe |
41,9 106 |
10 106 |
11,6 103 |
1,43 |
1 |
(1) Tonne Steinkohle t(SkE)
(2) Tonne Öl (toe)
In der Energiewirtschaft werden häufig Zehnerpotenzen benutzt, die mit Vorsilben gekennzeichnet sind, wie:
Beispiele
| kilo |
k |
103 |
| Mega |
M |
106 |
| Giga |
G |
109 |
| Tera |
T |
1012 |
| Peta |
Pk |
1015 |
| Exa |
E |
1018 |
|
|