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Klimaschutz

Entwicklung am Beispiel des Strom- und Fernwärmeverbrauchs


 

Stromverbrauch in Berlin von 1999 bis 2005 nach Sektoren


Stromverbrauch in Berlin von 1999 bis 2006 nach Sektoren
Bild 7: Stromverbrauch in Berlin von 1999 bis 2006 nach Sektoren >(1)

Der Gesamtstromverbrauch Berlins war vom Jahr 1998 (13.015 Mio. Kilowattstunden (kWh)) bis zum Jahr 2005 (12.320 Mio. kWh) mit Schwankungen rückläufig, erreichte im Jahr 2006 mit 13.420 Mio. kWh erstmalig einen Wert der höher liegt, als die Verbrauchsdaten der Jahre 1999 bis 2005. Die einzelnen Sektoren veranschaulichen die Entwicklung (Bild 7).

Im Sektor "Handel und Gewerbe" erfolgte im betrachteten Zeitraum ein Zuwachs von 3.751 Mio. kWh auf 5.884 Mio. kWh, wobei der Stromverbrauch der Jahre 2004 bis 2006 leicht anzog. Hier spiegelt sich die zunehmende Bedeutung des Dienstleistungssektors in der Berliner Wirtschaft, verbunden mit einem entsprechenden Flächenzuwachs bis 2004.

Der Sektor "Haushalte" zeigt einen kräftigen Anstieg des Stromverbrauches von 3.704 Mio. kWh im Jahr 2005 auf 4.377 Mio. kWh im Jahr 2006.

Auch im Sektor "Gewerbe von Steinen und Erden, sonstigem Bergbau und verarbeitendes Gewerbe" legt der Stromverbrauch von 2.024 Mio. kWh im Jahr 2005 auf 2.114 Mio. kWh im Jahr 2006 zu.

Strom- und Fernwärmebilanz


Die Strombilanz Berlins am Beispiel des Jahres 2006 setzt sich zusammen aus der Stromerzeugung innerhalb Berlins, aus Strombezügen über die Landesgrenze, aus Stromverbrauch im Umwandlungsbereich bei der Erzeugung von Strom und Wärme und aus den resultierenden Leitungsverlusten. Strom wurde nicht über die Landesgrenzen ausgeführt (Bild 8).

Von dem im Jahr 2005 insgesamt für den Endverbrauch zur Verfügung gestellten Strom in Höhe von 12.320 Mio. kWh wurden 5017 Mio. kWh Strom in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt. Der KWK-Stromanteil zur Deckung des Berliner Gesamtstrombedarfs lag damit bei ca. 41 Prozent. Im Jahr 2006 betrug der Gesamtstrombedarf des Endverbrauchs 13.420 Mio. kWh mit einem Anteil an KWK-Strom von 5.155 Mio. kWh, entsprechend ca. 38,4 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Bedingt wird diese Änderung durch die Erhöhung des Stromimports des Jahres 2006 gegenüber 2005. Betrachtet man nur die anteilige Berliner Stromerzeugung ohne Stromimporte, so liegt der KWK-Anteil im Jahr 2005 bei ca. 54 Prozent und im Jahr 2006 bei 61 Prozent.

Bild 8: Strombilanz Berlin, Gewinnung, Importe und Verluste im Jahr 2006 in Mio. kWh in Terajoule
Bild 8: Strombilanz Berlin, Gewinnung, Importe und Verluste im Jahr 2005 und 2006 in Mio. kWh in Terajoule (1)


Bild 9:	Strom- und Fernwärmebilanz Berlin von 2003 bis 2006 in Terajoule
Bild 9: Strom- und Fernwärmebilanz Berlin von 2003 bis 2006 in Terajoule (1),(4),(5)

Der Fernwärmebedarf Berlins über die Jahre 2003 bis 2006 ist rückläufig (Bild 9). Beim Stromverbrauch zeigt das Jahr 2006 einen Anstieg, wobei der Stromimport 2006 mit 37 Prozent am Gesamtstrombedarf gegenüber 31 Prozent in 2005 entsprechend zulegte. Dagegen verzeichnet die inländische Stromerzeugung nur eine geringe Änderung, wobei der KWK-Stromanteil gemäß dem weiter oben genannten Wert zunahm. Bei der Fernwärme in 2006 ist der KWK-Wärmeanteil, der in den Jahren 2003 bis 2005 leicht zunahm und im Jahr 2005 einen Anteil von 82 Prozent erreichte, leicht rückläufig.

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Brennstoffeinsatz


Bild 10: Brennstoffeinsatz in Terajoule für den Endenergiebedarf an Strom im Jahr 2006
Bild 10: Brennstoffeinsatz in Terajoule für den Endenergiebedarf an Strom im Jahr 2006

Beim Brennstoffeinsatz zur Stromerzeugung ging der Steinkohleanteil vom Jahr 2003 bis 2006 leicht zurück, während der Erdgasanteil stetig zunahm ( Bild 10). Steinkohle hatte in 2006 einen Anteil von ca. 51,8 Prozent (2005: 54,5 Prozent) am Gesamtbrennstoffeinsatz, Erdgas einen Anteil von 39,2 Prozent (2005: 35,8 Prozent). Die übrigen Energieträger Braunkohle, Mineralölprodukte, Erneuerbare Energien und Müll verteilen sich auf weniger als 10 Prozent des Gesamteinsatzes

Bild 11: Brennstoffeinsatz für den Endenergiebedarf an Fernwärme in Terajoule
Bild 11: Brennstoffeinsatz für den Endenergiebedarf an Fernwärme in Terajoule (1)

Auch für Fernwärme verringerte sich der zur Bedarfsdeckung erforderliche Brennstoffeinsatz (Bild 11). Bei der Fernwärmeerzeugung dominierte der Energieträger Erdgas mit 50 Prozent Anteil am Gesamtbrennstoffeinsatz (2005: 47 Prozent) sowie einem Steinkohleanteil von 24 Prozent (2005: 29 Prozent) und einem Braunkohleanteil von 18 Prozent (2005: 19 Prozent). Die Energieträger Mineralölprodukte und Müll spielen mit 2 Prozent bzw. 3 Prozent Anteilen am Gesamtbrennstoffeinsatz eine geringe Rolle. Erneuerbare Energien gehen mit einem Anteil von 3 Prozent ein.
 
 


 
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