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Klimaschutz

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung


Solaranlage
Solarthermische Anlage / alle Fotos: BPA


Gekühlt wird mit der Sonne!


Moderne Bürogebäude sind mit Kühlsystemen ausgestattet, die auch an heißen Tagen für eine angenehme Raumklimatisierung sorgen. Der Nachteil dabei ist: Lüftungs- und Klimaanlagen haben einen erheblichen Anteil am Stromverbrauch im Bürogebäude. Aus diesem Grund verfolgten die Planer beim Umbau des Gebäudes für das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung zwei Ziele:
  • Die von außen kommenden und in den Räumen des Gebäudes entstehenden Kühllasten sollten durch Maßnahmen am Gebäude vermindert werden.
  • Für die dann noch notwendige maschinelle Kühlung sollen regenerative Energiequellen genutzt werden.

Auf natürliche Weise wird dem Gebäude durch eine sog. Doppelfassade Wärme entzogen. Vor die Fassade, die die Büros vom Außenbereich trennt, wird eine zweite Fassade installiert. Mit beweglichen Glaslamellen sorgt sie je nach Bedarf entweder für eine optimale Verschattung der Räume oder für eine blendfreie Lichtführung in die Räume.

Der Raum zwischen den beiden Fassaden wirkt nun wie ein Kamin, in dem die Warmluft aufsteigt und im oberen Teil des Gebäudes ins Freie strömt. Bei ihrem Auftrieb entzieht die Luft den Büroräumen Wärme. Wegen der Temperaturdifferenz zwischen Fassadenzwischenraum und der Außenluft funktioniert der Auftrieb in der Nacht am besten, weshalb die Räume über Nacht gut auskühlen können.

Durch die Fassadenkonstruktion kann man in den anliegenden Büros ohne maschinelle Kühlung auskommen.

Für die Hälfte der Bürofläche wird dennoch eine maschinelle Kühlung benötigt. Einer der Gründe ist, dass dort u. U. leistungsstarke Computer betrieben werden, die den Raum aufheizen.

Diese Räume werden über ein Kältenetz gekühlt, das in die Bürowände integriert ist. Die Kälte wird durch zwei Absorptionskältemaschinen (AKM) erzeugt. Die zu ihrem Betrieb erforderliche Wärme wird vorrangig durch eine solarthermische Anlage mit einer Kollektorfläche von 348 m² bereitgestellt. Sollte die Anlage einmal nicht genug Wärme liefern, wird die fehlende Wärme über die Fernwärmeversorgung bereitgestellt. Während der Heizperiode kann die Solarwärme zum Heizen verwendet werden.

 
Daten Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Standort Dorotheenstraße 84, Berlin-Mitte
Informationen IEMB - Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e.V.
Dr. Uwe Römmling
Tel: +49 (0)30 39 92 - 17 71
Fax: +49 (0)30 39 92 - 18 51
Salzufer 14
10587 Berlin
Technische Universität Berlin
Herr Albers
Tel: +49 (0)30 31 42 - 53 14
Solaranlage Solarthermische Anlage mit 348 m² Kollektorfläche (brutto)
 
 


 
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Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
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