Im Herbst 2004 erfolgte ein Bodenaushub mittels überschnittener Großlochbohrungen im zentralen Grundstücksbereich einschließlich der Entsorgung von rund 2.200 t besonders überwachungsbedürftigem Abfall.
Nach Abschluss der Bodenaustauschmaßnahme fanden im Jahr 2006 Grundwasseruntersuchungen sowie Laborversuche zur Vorbereitung einer Grundwassersanierung statt. Im Ergebnis einer Machbarkeitsstudie stellte sich als Vorzugsvariante die kombinierte "chemisch-biologische in-situ-Sanierung" heraus. Hierbei werden zunächst standortspezifisch chemische Substanzen (ISCO) und später geeignete Mikroorganismen in den Untergrund eingebracht, um die Schadstoffgehalte am Standort (in Boden und Grundwasser) sukzessive zu reduzieren und im günstigsten Fall zu eliminieren. Darüber hinaus wird bei Bedarf - zur Optimierung des Schadstoffabbaus - das Bodenmilieu durch die Zugabe von Nährstoffen oder Sauerstoff beeinflusst. In den Jahren 2007 bis 2009 fanden mehrere Sanierungskampagnen statt. Die Entwicklung der Grundwasserqualität wurde parallel mindestens zwei Mal jährlich an bis zu 30 Grundwassermessstellen überwacht (Grundwassermonitoring). Die nochmalige Erweiterung des Grundwassermessstellennetzes im Jahr 2009 soll qualitativ hochwertige Aussagen zur künftigen Schadstoffentwicklung im Grundwasser sicherstellen.
Derzeit werden die Sanierungs- und Monitoringergebnisse ausgewertet und das weitere Vorgehen geplant.
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Erkundung zentraler Bereich

Lanzen zur Infiltration von Chemikalien und Nährlösungen
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