20 grüne Hauptwege® laden ein zum Flanieren, zum Erholungsspaziergang, zur Erledigung von Besorgungen, zum täglichen Weg mit dem Kinderwagen, dem Gesundheits-Training oder zu längeren Ausflügen in der Metropole und im Umland, weitgehend ohne Belästigung und Gefährdung durch den Autoverkehr.
20 grüne Hauptwege® sollen die Orientierung erleichtern, deshalb haben die insgesamt rund 600 km in Berlin Namen bekommen, die sich an den jeweiligen Landschaftsräumen orientieren.
20 grüne Hauptwege® haben Lücken, die angesichts der finanziellen Situation Berlins in nächster Zeit nicht geschlossen sondern nur mit temporären Umwegen umgangen werden können - auch wenn die Experten in den Naturschutzbehörden auf Bezirks- und Senatsebene sowie die Berliner Forsten mit den Brandenburgischen Landkreisen und Kommunen in dem gemeinsamen Anliegen verbunden sind, möglichst zeitnah ein ideales, vollständig begehbares, länderübergreifendes Hauptwegenetz als grundlegendem Bestanteil des Berliner Freiraumsystems zu realisieren.
20 grüne Hauptwege® haben aber inzwischen auch schon eine Erfolgsgeschichte:
2004 begehen rund 100 ehrenamtliche Flaneure im Rahmen des Projekts "Ein Plan für 20 grüne Hauptwege"
das gesamte Streckennetz, beschreiben seinen Zustand und machen Vorschläge für die Umgehung von Lücken (= temporäre Umwege).
2005 kann auf dieser Grundlage die erste digitale Streckenkarte mit einem vollständig begehbaren Wegenetz veröffentlicht werden.
2006 folgt die erste digitale Wanderkarte. Und die ersten analogen Wanderkarten für die Berliner Wälder, in denen die darin verlaufenden Teilstrecken dargestellt sind - sie werden an allen großen Eingangswegen ausgehängt.
2007 wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. I, ein kostenloses
Informationsfaltblatt für den Spreeweg zwischen Schloss Charlottenburg und Stralauer Halbinsel herausgegeben.
2008 wird auf Initiative des Berliner piekart-Verlags im Rahmen einer Public-Private-Partnership des Verlags mit drei Umweltschutzverbänden und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. I die
erste analoge Wanderkarte mit dem gesamten Netz der 20 grünen Hauptwege® in den Buchhandel gebracht.
2009 wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein weiteres kostenloses
Informationsfaltblatt zum Grünen Band (= Lübarser Weg und Umfeld) herausgegeben.
2009 wird im
Bericht zur Lokalen Agenda 21 Berlin das gemeinsame Projekt von Bürgernetzwerk, BUND e.V., FUSS e.V. und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. I als eines der "Guten Beispiele für nachhaltiges Engagement" erwähnt.
2010 schließen das Kompetenzzentrum für Ingenieurbiologie e.V. und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. I eine Rahmenvereinbarung ab, in der die Eckdaten festgelegt werden für eine Berlin weit einheitliche Erstmarkierung des gesamten Wegenetzes. Die Farbmarkierung ist angelehnt an die in Brandenburg wie im gesamten Bundesgebiet übliche Markierung von Hauptwegen.
2010 verpflichtet sich der Berliner Wanderverband e.V. freiwillig im Rahmen einer Patenschaftsvereinbarung, mittel- bis langfristig die Nachbetreuung der gesamten markierten Wegestrecken in Form von Patenschaften zu übernehmen.
Das Land Berlin setzt sich für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Entwicklung der Stadt ein. Nur so können gute Lebensbedingungen auch für künftige Generationen erhalten und weiter entwickelt werden. Möglichst viele Projekte sollen entstehen, in denen sich Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Ebenen zur Arbeit an gemeinsamen Zielen zusammenfinden und ihre Zukunft mit gestalten.