Umwelt  

 

Abfallstrategien

Ressourcenschutz (gefährliche Abfälle)




Ausgangssituation

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL) und dem Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG), welches am 1.6.2012 in Kraft trat, sind die Gesamtauswirkungen der Ressourcennutzung zu reduzieren und die Ressourceneffizienz der Abfallwirtschaft bei den Unternehmen und Entsorgungs- und Verwertungsanlagen zu verbessern.

Schwerpunkt der Ressourcenseiten sind die gefährlichen Abfälle mit ihren Ressourcenpotentialen.
Die nicht gefährlichen Abfälle (Siedlungsabfälle) werden jedoch zum Teil auch behandelt, da sie in den Produkten der gefährlichen Abfälle enthalten sind, wie z.B. beim Elektronikschrott. Dazu kommt, dass die Ressource Eisen und Nichteisen-Metalle auch bei Restmüll- und Verpackungsabfällen (Aluminiumfolien) anfallen.

In den Berliner Entsorgungs- und Verwertungsanlagen für gefährliche Abfälle wurden im Jahr 2014 insgesamt ca. 582.650 Megatonnen (Mg) (mit Importen) gefährliche Abfälle entsorgt. Darunter fielen 423.151 Mg gefährliche mineralische Bauabfälle, die einer Reinigung in Berliner Behandlungsanlagen unterzogen wurden. Zusätzlich wurden ca. 80.400 Mg gefährliche Abfälle in Entsorgungsanlagen der Bundesrepublik Deutschland beseitigt und verwertet.
Die Berliner Stadtreinigung behandelte in ihrem Müllheizkraftwerk (MHKW) rd. 545.500 Mg/a Müll im Jahr 2014.

Besondere Bedeutung besitzen für den Ressourcenschutz:
  • Ressourcenschutz durch die Reinigung von kontaminierten mineralischen Bauabfällen und deren Verwertung als Sekundärbaustoffe

    Gefährliche, mineralische Bauabfälle, die im Wesentlichen als kontaminierte/r Boden, Steine, Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik oder Gleisschotter anfallen, werden in Bodenbehandlungsanlagen von ihren anhaftenden Schadstoffen befreit. Nahezu 80% der gereinigten mineralischen Materialien können als Sekundärbaustoffe wieder eingesetzt werden. Die Einsatzbereiche umfassen dabei den Straßen-, Wege- und Landschaftsbau, die Profilierung und Oberflächenabdichtung von Deponien, die Sicherung von Altablagerungen sowie die Verfüllung von Abgrabungen. Die schadstoffbelasteten Reinigungsrückstände aus der Behandlung sind ordnungsgemäß zu beseitigen.
    Durch die weitreichende Ausschöpfung des Recyclingpotentials der mineralischen Bauabfälle werden natürliche Ressourcen, wie zum Beispiel Sande, Kiese oder Natursteine, zur Herstellung von Primärbaustoffen geschont. Darüber hinaus wird hierdurch eine deutliche Einsparung von Deponievolumen in der Region erreicht. mehr

  • Ressourcenschutz durch Recycling und Raffination (Schmelz- und Elektrolyseanlagen) von Eisen und Nichteisen-Metallen (NE-Metallen)

    Besondere Bedeutung für den Energie- und Ressourcenschutz besitzen Abfälle und gefährliche Abfälle mit einem hohen Eisen-, Nichteisen-Metall-, Edelmetall- und seltene Erden Anteil. Die gefährlichen Abfälle stammen insbesondere aus metallverarbeitenden und metallurgischen Prozessen und aus Elektro- und Elektronikaltgeräten. Die Wiederverwendung von Nichteisen-Metallen (z.B. Aluminium, Kupfer, Silber usw.) schont die natürlichen Ressourcen und reduziert den CO2-Ausstoß in Deutschland um ca. 1 %. mehr

  • Rückgewinnung von Eisen- und NE-Metallen aus dem Müllheizkraftwerk

    Bei der Verbrennung von Siedlungsabfällen im Müllheizkraftwerk Ruhleben fallen Eisen- und NE-Metallabfälle und Hochdruckdampf an, der als Strom und Wärme genutzt wird. mehr

  • Ressourcenschutz durch energetische Verwertung und thermische Behandlung

    Eine Vielzahl von gefährlichen Abfällen (verunreinigte Betriebsmittel wie Aufsaug- und Filtermaterialien, Altöl, Lösemittel, teerhaltige Dachpappen, Althölzer) besitzen kein stoffliches Recyclingpotential, verfügen jedoch über hohe Heizwerte und können als Sekundärbrennstoffe (Ersatzbrennstoffe) der energetischen Nutzung und thermischen Behandlung zugeführt werden.
    Die Verbrennung geschieht zum Teil im Mix mit nicht gefährlichen Abfällen (Hausmüll und Gewerbeabfällen, naturbelassenen Holz, bituminösen Dachpappen). mehr

  • die Verwertung von Altölen und Ölen bis hin zur Destillation und Raffinerie

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