Umwelt  

 

Abfall

Ressourcenschutz


Ausgangssituation

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL) und dem Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG), welches am 1.6.2012 in Kraft trat, sind die Gesamtauswirkungen der Ressourcennutzung zu reduzieren und die Ressourceneffizienz der Abfallwirtschaft bei den Unternehmen und Entsorgungs- und Verwertungsanlagen zu verbessern.

Schwerpunkt der Ressourcenseiten sind die gefährlichen Abfälle mit ihren Ressourcenpotentialen. Die nicht gefährlichen Abfälle (Siedlungsabfälle) werden jedoch zum Teil auch behandelt, da sie in den Produkten der gefährlichen Abfälle enthalten sind, wie z.B. beim Elektronikschrott. Dazu kommt, dass die Ressource Eisen und NE-Metalle auch bei Restmüll- und Verpackungsabfällen (Aluminiumfolien) anfallen.

In den Berliner Entsorgungs- und Verwertungsanlagen für gefährliche Abfälle wurden 2012 insgesamt ca. 486.003 Mg gefährliche Abfälle entsorgt. Zusätzlich wurden ca. 458.553 Mg gefährliche Abfälle in Entsorgungsanlagen der Bundesrepublik Deutschland beseitigt und verwertet.
Die Berliner Stadtreinigung behandelte in ihrem Müllheizkraftwerk (MHKW) rd. 523.200 Mg/a Müll.

Besondere Bedeutung besitzen für den Ressourcenschutz:
  • das Recycling und Schmelzen von Eisen und Nichteisen-Metallen,
  • die Rückgewinnung von Eisen- und NE-Metallen aus dem Müllheizkraftwerk,
  • die energetische Verwertung und thermische Behandlung von heizwertreichen gefährlichen Abfällen und
  • die Verwertung von Altölen und Ölen bis hin zur Destillation und Raffinerie.


Ressourcenschutz durch Recycling und Raffination (Schmelz- und Elektrolyseanlagen) von Eisen und Nichteisen-Metallen (NE-Metallen)

Besondere Bedeutung für den Energie- und Ressourcenschutz besitzen Abfälle und gefährliche Abfälle mit einem hohen Eisen-, Nichteisen-Metall-, Edelmetall- und seltene Erden Anteil. Die gefährlichen Abfälle stammen insbesondere aus metallverarbeitenden und metallurgischen Prozessen und aus Elektro- und Elektronikaltgeräten. Die Wiederverwendung von NE-Metallen (z.B. Aluminium, Kupfer, Silber usw.) schont die natürlichen Ressourcen und reduziert den CO2-Ausstoß in Deutschland um ca. 1 %.

Rückgewinnung von Eisen- und NE-Metallen aus dem Müllheizkraftwerk

Bei der energetischen Verbrennung von Siedlungsabfällen im Müllheizkraftwerk Ruhleben fallen Eisen- und NE-Metallabfälle und Hochdruckdampf an, der als Strom und Wärme genutzt wird.

Ressourcenschutz durch energetische Verwertung und thermische Behandlung

Eine Vielzahl von gefährlichen Abfällen (verunreinigte Betriebsmittel wie Aufsaug- und Filtermaterialien, Altöl, Lösemittel, teerhaltige Dachpappen, Althölzer) besitzen kein stoffliches Recyclingpotential, verfügen jedoch über hohe Heizwerte und können als Sekundärbrennstoffe (Ersatzbrennstoffe) der energetischen Nutzung und thermischen Behandlung zugeführt werden. Die Verbrennung geschieht zum Teil im Mix mit nicht gefährlichen Abfällen (Hausmüll und Gewerbeabfällen, naturbelassenen Holz, bituminösen Dachpappen).