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SiedlungsabfallVerpackungsabfälle - Duales System - Selbstentsorger
Den rechtlichen Rahmen für Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen bildet das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) vom 27. September 1994 sowie die Verpackungsverordnung (VerpackV) vom 21. August 1998 in der derzeit geltenden Fassung.
Die abfallwirtschaftlichen Ziele der VerpackV bestehen in der Vermeidung oder Verringerung der Auswirkungen von Abfällen aus Verpackungen auf die Umwelt. Verpackungsabfälle sind in erster Linie zu vermeiden; im übrigen wird der Wiederverwendung von Verpackungen Vorrang vor der Beseitigung eingeräumt.
Für Verkaufsverpackungen i. S. d. VO gilt die Pflicht der Hersteller und der Vertreiber, vom Endverbraucher gebrauchte, restentleerte Verkaufsverpackungen kostenlos zurückzunehmen und einer erneuten Verwendung oder stofflichen Verwertung zuzuführen. Zur Erfüllung der Pflichten haben alle verpflichteten Hersteller und Vertreiber die Wahl zwischen einer Selbstentsorgerlösung oder einer Beteiligung an einem von der Wirtschaft organisierten dualen System. Bei der Beteiligung an einem dualen System entfallen die Verpflichtungen bei Verpackungen, für die sich der Hersteller oder Vertreiber an diesem System beteiligt.
Das duale System wird bundesweit von der Duales System Deutschland AG (DSD) betrieben. In Berlin beteiligen sich auf dem Wege der Mitbenutzung der Erfassungseinrichtungen folgende weitere duale Systeme:
- Landbell
- ISD Interseroh Dienstleistungs GmbH
- VfW GmbH
- EKO-Punkt GmbH
- ZENTEK GmbH & Co. KG
- BellandVision GmbH
- Redual GmbH & Co. KG
Im Dualen System werden die gebrauchten Verkaufsverpackungen haushaltsnah beim Endverbraucher eingesammelt.
Mit der Entsorgung gebrauchter Verkaufsverpackungen hat die DSD folgende Unternehmen beauftragt:
Für Leichtstoffverpackungen (LVP):
- ALBA Recycling GmbH
Die Leichtstoffverpackungen werden nur im Holsystem, d.h. nur in Gelben Tonnen, die direkt an den Wohnhäusern stehen bzw. in Gelben Säcken erfasst.
Für Glas:
- Berlin Recycling GmbH
- Rhenus AG & Co. KG
Sammelbehälter für gebrauchte Glasverpackungen stehen auf öffentlichem Straßenland (Bringsystem) und direkt an den Wohnhäusern (Holsystem). Glas ist grundsätzlich farbgetrennt als Weiß-, Grün- und Braunglas zu sammeln.
Für Papier, Pappe und Karton (PPK):
- ALBA Recycling GmbH
- Berlin Recycling GmbH
- Cleanaway Berlin GmbH
- Bartscherer & Co. KG
- Fritz Pennecke & Söhne
Gebrauchte Verkaufsverpackungen aus PPK werden in Berlin auch weiterhin gemeinsam mit den Druckerzeugnissen gesammelt. Die Sammelbehälter stehen direkt an den Wohnhäusern. Die Sammlung der Papierfraktion ist für den anfallenden Hauptanteil der Druckerzeugnisse kostenpflichtig. Die o.g. Firmen sind im freien Wettbewerb tätig und haben für die miterfassten Anteile der Verkaufsverpackungen aus PPK entsprechende Verträge mit der DSD geschlossen.
Recyclinghöfe der Berliner Stadtreinigungsbetriebe
Zusätzlich stehen für die Erfassung gebrauchter Verkaufsverpackungen die Recyclinghöfe der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) zur Mitbenutzung zur Verfügung.
Informationen
Mengenmäßige Angaben zur Erfassung von Verpackungsabfällen in Haushalten sind unter dem Link Hausmüll zu finden.
Verbraucherrelevante Informationen rund um die Sammlung gebrauchter Verkaufsverpackungen durch duale Systeme in Berlin, wie z. B. Entsorgungstermine, Ausgabestellen für Gelbe Säcke, Standorte zur Glassammlung im öffentlichen Straßenland, Behälterbestellungen, etc., hält das TEAM GRÜNER PUNKT bereit. Telefonisch werden Auskünfte zur Entsorgung und zum Thema Recycling unter der Telefonnummer 030 56 56 56 56 erteilt.
Eine Beratung bei allen Fragen zur Abfallvermeidung und zur richtigen Entsorgung bieten auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) auf ihrer Homepage oder unter der Telefonnummer 030 75 92 49 00 an.
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