2005 fielen 1.068.000 Mg Siedlungsabfälle zur Beseitigung an. Rund 400.000 Mg dieser Abfallmenge wurden in der bestehenden MVA Ruhleben thermisch behandelt.
Die restliche Menge in Höhe von ca. 500.000 Mg wurde auf den zwei von den BSR betriebenen Deponien abgelagert.
Seit dem 1. Juni 2005 ist die Ablagerung unbehandelter Siedlungsabfälle nicht mehr zulässig.
Die Abfälle werden nun neben der thermischen Behandlung in der Müllverbrennungsanlage Ruhleben (MVA Ruhleben), die mit einer Kapazität von 520.000 Mg/a rund 53% der in Berlin anfallenden Siedlungsabfälle behandelt, einer mechanisch-biologischen bzw. mechanisch-physikalischen Behandlung zugeführt.
Dies ist das Ergebnis einer von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben durchgeführten europaweiten Ausschreibung. Die Vergabe erfolgte mittels eines offenen Verfahrens (Dienstleistungsauschreibung) und eines Verhandlungsverfahrens. Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens wurde ein privater Partner für eine gemischtwirtschaftliche Public Private Partnership-Gesellschaft (PPP>-Modell) gesucht.
Durch die ausgewählten Entsorgungsfirmen wurden eine Mechanisch-Physikalische Stabilisierungsanlage (MPS) in Berlin-Reinickendorf, eine Mechanische Aufbereitungsanlage (MA) in Berlin Köpenick sowie eine Mechanisch-Biologische Aufbereitungsanlage (MBA) nach dem Rotteverfahren in Schöneiche (Brandenburg) errichtet. Eine weitere MPS-Anlage in Berlin-Pankow
nahm zum 1. Juni 2006 ihren Betrieb auf.
Die Abbildung zeigt, ausgehend von einer prognostizierten Siedlungsabfallmenge von 983.000 Mg/a, die Entsorgungströme ab dem 01.06.2005.
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