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Klärschlamm

Die Klärschlammanlagen mit Angabe des Entsorgungsweges (im Regelfall)


Seit der planmäßigen Schließung des Klärwerkes Falkenberg am 25.02.2003 werden die im Land Berlin anfallenden Abwässer in sechs Klärwerken behandelt. Die im Klärwerk Falkenberg angefallenen Abwässer werden jetzt in den Klärwerken Schönerlinde und Waßmannsdorf mitbehandelt.
Die Voraussetzungen hierfür wurden mit dem Bau einer neuen Abwasserdruckrohrleitung von Biesdorf nach Waßmannsdorf geschaffen. Von den vier Klärwerken der BWB befindet sich nur noch das Klärwerk Ruhleben im Land Berlin, die übrigen drei befinden sich im Land Brandenburg (Schönerlinde, Münchehofe und Stahnsdorf).
 
Die Konzeption für die Klärschlammbehandlung wurde im Hinblick auf eine umweltschonende Schlammentsorgung überprüft. Im Ergebnis einer europaweiten Funktionalausschreibung der BWB wird der ausgefaulte Klärschlamm - insbesondere der Klärwerke Waßmannsdorf und Schönerlinde - entwässert, getrocknet und bis 2010 im SVZ Schwarze Pumpe in Festbettdruckvergasern verwertet.

Sonstige Informationen zu den sechs Klärwerken


Klärwerk Ruhleben
Die anfallende Schlämme werden in sechs Zentrifugen entwässert und in drei Wirbelschichtöfen bei einer Wirbelbettemperatur von 750°C und einer minimalen Verbrennungstemperatur von 850°C mit nachgeschalteter Abhitzeverwertung und Rauchgaswäsche verbrannt.

Von 1996 bis 1997 wurde die Rauchgaswäsche umgerüstet. Aufgrund des hohen technischen Standards dieses Verfahrens werden die Auflagen der TA Luft bzw. der 17. BImSchV eingehalten.
Die Monoklärschlammverbrennung gehört zu den gängigen Verfahren der thermischen Behandlung von Klärschlamm. Mit Schließung des Klärwerkes Marienfelde im Jahr 1998 wird sie nur noch in diesem Klärwerk angewendet. Die thermische Behandlung von Klärschlamm hat sich danach auf einen Anteil von ca. 40 % eingestellt.

Klärwerk Schönerlinde
Mit dem Ziel, die Verfahrenstechnik auf die Verfahrenskombination biologische Phosphor- und Stickstoffelimination schrittweise umzustellen, wurden von 1999 bis 2000 umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Es erfolgte eine schrittweise Inbetriebnahme einer Schlammentwässerungs- und Trocknungsanlage (SET). Die Ausfaulung des Schlamms erfolgt in Faulbehältern. Der ausgefaulte, über Zentrifugen entwässerte und in Trommeltrocknern getrocknete Schlamm wird im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) verwertet. Von 2001 bis 2002 wurden drei weitere Abwasserreinigungslinien umgebaut.

Klärwerk Waßmannsdorf
Das Klärwerk Waßmannsdorf ist ein eigenständiges Klärwerk und damit kein Klärwerk der Berliner Wasserbetriebe. Für dieses Klärwerk wurde mit den Berliner Wasserbetrieben die Betriebsführung bzw. -steuerung vereinbart. Eigentümer des Klärwerks ist die TELO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Mit Stilllegung des Klärwerks Marienfelde im Jahre 1998 werden die Abwassermengen in Klärwerk Waßmannsdorf mit aufgenommen. Seit 1998 werden im Klärwerk anfallende Klärschlämme in einer Schlammentwässerungs- und Trocknungsanlage (SET) behandelt und im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) verwertet. Beim Durchlaufen der SET wird der Klärschlamm auf ca. 95% TS getrocknet.

Mit dem Bau einer neuen Abwasserdruckrohrleitung von Biesdorf nach Waßmannsdorf wurden ebenso die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Abwässer des stillgelegten Klärwerkes Falkenberg mitzubehandeln.

Klärwerk Stahnsdorf
Mit dem Ziel, die Verfahrenstechnik auf die Verfahrenskombination biologische Phosphor- und Stickstoffelimination umzustellen, wurden umfangreiche Bauarbeiten zur Modernisierung der Anlagentechnik, Sanierung der Bauwerke und Optimierung der Verfahrenstechnik abgeschlossen. Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 1998.

Klärwerk Wansdorf
Das Klärwerk Wansdorf wurde im Juni 1999 in Betrieb genommen. Es ist ein eigenständiges Klärwerk und damit kein Klärwerk der Berliner Wasserbetriebe. Mit den Berliner Wasserbetrieben wurde die Betriebsführung bzw. -steuerung vom Klärwerk Ruhleben aus vereinbart. Eigentümer des Klärwerks ist die Klärwerk Wansdorf GmbH. Der im Klärwerk Wansdorf behandelte Anteil an Berliner Abwässer beträgt zurzeit ca. 50%.
Der anfallende Schlamm wird in Faulbehältern ausgefault, über Zentrifugen entwässert und im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) verwertet.

Klärwerk Münchehofe
1998 wurde eine Sandwaschanlage in Betrieb genommen und von 2003 bis 2004 für den Sandfang und die Verteilergerinne eine Abluftanlage errichtet.
Der Umbau der Belebungsbecken wurde im Klärwerk im Jahr 2000 abgeschlossen.
Das Abwasser durchläuft die mechanischen und biologischen Reinigungsstufen mit einer chemischen und teilweise biologischen Phosphateliminierung mit Nitrifikation und vorgeschalteter Denitrifikation. Die Ausfaulung des Klärschlamms erfolgt in Faulbehältern. Der ausgefaulte und über Zentrifugen entwässerte Schlamm wird im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) verwertet.

Entsorgung der Klärschlämme
Im Hinblick auf die Gewährleistung der Entsorgungssicherheit von Klärschlämmen wird der thermischen Verwertung der Vorrang gegeben. Ihr Anteil liegt bei 60-65%. Der restliche Anteil wird in einer Monoverbrennungsanlage beseitigt.
Von den von den BWB betriebenen Abwasserbehandlungsanlagen werden keine Klärschlämme unmittelbar zum Aufbringen auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden abgegeben.

Weitere Informationen zu den sechs Klärwerken sind in den Internetseiten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) unter Abwasserversorgung Berlins zu finden.
 
 


 
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