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Daten, Fakten, Hintergründe zur Abfallwirtschaft

Klimaschonende Verwertung von biogenen Abfällen wie Mähgut und Rasenschnitt


Im Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2010 wird u.a. bestimmt, dass durch nachhaltige stoffliche und energetische Nutzung biogener Abfälle aus dem Land Berlin bis spätestens 2016 relevante CO2-Einsparungen erzielt werden sollen.

Im Jahr 2008 wurde von der Senatsumweltverwaltung eine Biomassestudie mit dem Ziel beauftragt, das Aufkommen an biogenen Stoffen zu ermitteln. Darüber hinaus konnten konzeptionelle Ansätze zur Optimierung einer hochwertigen und klimaschonenden Verwertung entwickelt werden.

Einer dieser Maßnahmenvorschläge wurde nunmehr in Form eines Handlungsleitfadens und einer Studie zur klimaschonenden Verwertung von Mähgut und Rasenschnitt konkretisiert. Dieses Projekt wurde gefördert im Rahmen des Umweltentlastungsprogramms II aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Berlin (Projektnr.11268 UEPII / 3).

Da der Leitfaden insbesondere öffentlichen Einrichtungen des Landes Berlin als konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung dieser Maßnahme dienen soll, wurde er in engem fachlichen Austausch mit den bezirklichen Grünflächenämtern erarbeitet.
Für die Erstellung der Studie wurden Vertreter der Ver- und Entsorgungswirtschaft einbezogen.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die unterschiedlichen Konzeptionen höherwertiger Verwertungstechnologien (z.B. energetische Verwertungsverfahren, Vergärungsverfahren) untersucht und klimabezogen bewertet.

Die Studie ergab, dass allein bei den bezirklichen Grünflächenämtern rund 41.000 Mg/a Rasenschnitt und Laub erfasst und über eine im Vergleich zur Kompostierung höherwertigere Verwertung behandelt werden können. Die Umsetzung dieser Maßnahme hat einer Minderung des CO2-Ausstoßes um rund 12.000 Mg/a zur Folge.

Durch den weiteren Ausbau der getrennten Erfassung von Grünresten - speziell von Laub - kann dieser CO2-Einsparungsbetrag perspektivisch auf 20.000 Mg/a erhöht werden.

Weitere relevante Mengen an Laub und Rasenschnitt fallen u.a. bei den BSR und privaten Unternehmen an. Perspektivisch stehen in Berlin etwa 150.000 Mg/a Grünreste für eine hochwertige und klimaschonende Verwertung zur Verfügung.

Die Erkenntnisse der Studie werden als Vorgabe in die geplante Berliner Verwaltungsvorschrift für ein umweltverträgliches öffentliches Beschaffungswesen einfließen. Danach sollen die bezirklichen Grünflächenämter künftig bei Ausschreibungen von Verwertungsaufträgen die Einhaltung anspruchsvoller ökologischer Mindestkriterien (z.B. Energieeffizienz) einfordern und damit eine hochwertige Verwertung der Berliner Grünreste sicherstellen.

Durch diese Maßnahmen können mit vergleichsweise geringen finanziellen Aufwendungen relevante Klimagaseinsparungen erzielt werden."

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