Städtebau  

 

Umfeld Fernsehturm

Planung der Freiflächen


Das unmittelbare Umfeld um den Fernsehturm, wird freiraumtypologisch als Platzbereich definiert. Die beiden Eingangszonen zum Sockelgebäude und Fernsehturm (an der Ost- und Westseite des Turms) zeigen sich als offene steinerne Flächen frei von Einbauten und Kleinarchitekturen. Das expressive Sockelgebäude soll entsprechend der historischen Intention wieder freigestellt werden. Großzügige Durchblicke werden wieder ermöglicht. Der Eingangsplatz am S-Bahnhof Alexanderplatz erhält durch den geplanten Neubau an der Ecke Rathaus- und Gontardstraße eine klare städtebauliche Kante.

Ein heller großformatiger Plattenbelag prägt die beiden Eingangsplätze. Lange Bänke mit beidseitigen Sitzmöglichkeiten strukturieren die Platzflächen und laden zum Ausruhen und Verweilen ein. Im Platzbereich an der Gontardstraße wurden zwei Baumgruppen aus Schnurbäumen gepflanzt. Diese werden sich im Laufe der Jahre zu mächtigen Gehölzen entwickeln und den Auftakt zum Fernsehturmareal markieren. Der helle Plattenbelag der Platzflächen fließt unter das Galeriegeschoss des Sockelbaus und stärkt somit das Ensemble von Gebäude und Freiflächen.

Die Freiflächen an der Rathausstraße und Karl-Liebknecht-Straße werden nach historischem Vorbild kleinteiliger gestaltet. Die Belagsflächen werden von freistehenden Ahorn- und Lederhülsenbäumen unterbrochen, welche ein lockeres Baumdach bilden. Sie verleihen den Orten einen geschützten, etwas intimeren Charakter. Die Neugestaltung folgt auch in diesen Bereichen der gestalterischen Prämisse der Freihaltung von Durchblicken und Durchgängen.

An historischer Stelle wurden wieder Dreieckselemente eingebaut. Die Dreiecke wurden als Hochbeete mit geneigten Rasenintarsien und umlaufender Sitzmauer hergestellt.

Die größeren Dreiecksflächen in den Nischen zur Panoramastraße und zum Neubau an der Gontarstraße - Ecke Rathausstraße wurden flächig und belagsbündig ausgeführt.
Das nordöstliche Dreieck ist mit Tennenbelag befestigt und wird als Biergarten genutzt. Erhaltenswerte Bestandsbäume bilden ein lockeres Blätterdach.
Das südöstliche Dreieck ist mit einem Kunststoffbelag gefüllt und bietet Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Die vielen vorhandenen Schachtbauwerke wurden mit Sitzpodesten überbaut.

Der sich dem Platzareal anschließende Stadtgarten erhält als klassisches Gartenthema eine Einfassung. Eingänge zu den Garteninnenräumen werden durch Absenkung der Einfassungskante und Freistellen von Bewuchs betont. Die unmittelbar anschließenden Pflanzbeete werden großzügig ausgelichtet und durch niedrige Bodendeckerpflanzungen ergänzt.

Der ruhende und fahrende Verkehr, der die Aufenthaltsqualität des Platzes beeinträchtigte, wurde erheblich reduziert. Alle bewirtschafteten Parkplätze und Sonderparkgenehmigungen wurden aufgehoben. Lediglich die Andienung mit Lieferfahrzeugen ist für die Platzanrainer erlaubt. Fahrradstellplätze wurden in großer Anzahl hergestellt.