Städtebau  
 

Berliner Mitte

Rathausforum

Schrägluftbild Rathausforum, Juni 2008; Foto: SenStadtWohn / Dirk Laubner

Berlin verfügt im Stadtzentrum zwischen Spree und Berliner Stadtbahn, Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße über einen großen Freiraum, der bisher als "Rathausforum" bezeichnet wird. Der Namensvorschlag sollte anklingen lassen, dass der Freiraum zwar vor zwanzig Jahren mit der nationalen Wiedervereinigung seine Bedeutung als städtebauliches Zentrum der damaligen Hauptstadt der DDR verlor, aber seither als Stadtraum am Roten Rathaus für das kommunale Berlin eine neue Perspektive eröffnet.

Im Prozess des Zusammenwachsens der bis 1989 geteilten Stadt ist der Stadtraum das letzte prominente Innenstadt-Terrain, dessen Gestaltung und Nutzung noch nicht politisch entschieden wurde. Dabei steht die bisher fehlende politische Manifestierung einer Entwicklungsperspektive im starken Kontrast zur lokalen, gesamtstädtischen, nationalen und internationalen Bedeutung des Ortes.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat im Jahr 2014 vom Abgeordnetenhaus von Berlin den Auftrag zur Gestaltung der Berliner Mitte und einem diskursiven Prozess erhalten, der die Zivilgesellschaft und die Politik gleichsam einbindet. Der Dialogprozesses Berliner Mitte "Alte Mitte – neue Liebe" wurde im Jahr 2015 mit innovativen Formaten und unter großer Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und Fachleuten durchgeführt. Die Ergebnisse des Verfahrens wurden als Bürgerleitlinien im Juni 2016 vom Abgeordnetenhaus fraktionsübergreifend als Arbeitsgrundlage zur weitere Entwicklung des Stadtraums beschlossen.

Alte Mitte – neue Liebe?

Alte Mitte – neue Liebe? Dialogprozess
Stadtdebatte Berliner Mitte 2015 Bürgerinnen und Bürger erarbeiteten die Leitlinien für die Entwicklung.