Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Marzahn-Hellersdorf

Stadtplatz für das Cecilienviertel


Bis in die 90er-Jahre standen hier kompakte Wohnblöcke; heute bildet der Platz im Cecilienviertel unweit des Unfallkrankenhauses Marzahn und der Gärten der Welt ein lebendiges Zentrum für das Quartier. Mit Mitteln des Stadtumbaus Ost wurde der Bereich zwischen Cecilienstraße und Buckower Ring nach dem Abriss von zwei Wohnhäusern und zwei Schulen mit einem Stadtplatz, einer großzügigen Grünfläche und einem Aktivspielplatz für Jugendliche neu gestaltet.

Eine diagonaler Weg führt von der Cecilienstraße vorbei am Jugendhostel zur Wuhlestraße und darüber hinaus bis zu einem kleinen Baumplatz. An seinem nördlichen Ausgangspunkt wurde der alte Bolzplatz durch ein neues Sport- und Aktionsfeld für Jugendliche mit Bolzplatz, Basketballfeld, Sitzgruppen und Trampolinen ersetzt. An einem Wildrosenband entlang führt der Weg von hier über baumbestandene Rasenflächen zu einem "Platz des Dialogs".

Das prägnante Zentrum dieses Stadtplatzes ist ein künstlerisch gestalteter Brunnen. Er wurde ebenerdig angelegt und von der Künstlerin Sabine Nier mit vier überlebensgroßen, Wasser spendenden Figuren aus Metall gestaltet. Die freundlich wirkenden Silhouetten tragen bunte Accessoires und haben ebenso freundliche Hunde bei sich - eine Alltagsszene.

Bei sommerlichem Wetter erlaubt die Gestaltung des Brunnens fröhliche Wasserspiele oder auch eine erfrischende Dusche. Im Umkreis laden Betonpodeste, große Stühle und weitere Hundefiguren zum geselligen Verweilen ein. Die meisten Sitzgelegenheiten sind einander zugewandt oder nebeneinander gruppiert.

Um den Platz ließ die Landschaftsarchitektin wurde je einen Baum für jeden Mitgliedsstaat der EU gepflanzt. Nach Südosten ist die Baumfläche in Fortführung der zentralen Diagonale erweiterbar - wie auch die Europäische Union.

Über eine schmale Straße hinweg führt die Diagonale weiter zu einem kleineren Baumplatz mit schattigen Bänken. Er wurde im Rahmen des Projekts als ruhiger Rückzugsort aufgewertet.

Am 19. April 2012 feierten Anwohnerinnen und Anwohner mit den Stadtumbau-Akteuren von Bezirk und Senat die Einweihung des Stadtplatzes. Er wurde nach dem deutsch-jüdischen Publizisten und Antifaschisten Fred Löwenberg benannt, der lange Jahre hier in Marzahn lebte.

Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Bearbeitung: Anka Stahl
Stand: April 2012
Der Brunnenplatz im August 2011
geplasterter Platz mit Rondell und Stahlfiguren

Informationen

Adresse:

Fred-Löwenberg-Platz
12683 Berlin
Marzahn-Hellersdorf

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

Planung:

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Natur- und Umweltamt

Gesamtkosten:

680.000 EUR aus dem Programm Stadtumbau Ost, inkl. Mittel der EU (EFRE)

Realisierung:

2009 bis 2011

Nutzfläche:

8.000 qm

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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Wilheim-Stemberger, Gabriele
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abt. Wirtschaft und Stadtentwicklung, Umwelt- und Naturschutzamt
Tel: 90293-6761

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