Die Spandauer Vorstadt ist die größte erhaltene und planmäßig angelegte Vorstadt von Berlin. Der fast 300 Jahre alte historische Stadtgrundriss mit seinem hohen Anteil an Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert zeichnet sich durch meist kleine Grundstücke und vielfältige Gebäudetypen aus und dokumentiert geschichtlich und stadträumlich eindrucksvoll die Charakteristik der Vorstadtentwicklung. Die Hauptstraßen zu den Vororten im Norden Berlins sowie das unregelmäßige Straßensystem, das im Wesentlichen 1716 abgesteckt war, bestimmen die städtebauliche Eigenart des Gebiets noch heute.
Das geschützte Flächendenkmal und Erhaltungsgebiet wird geprägt durch herausragende Baudenkmale wie die Sophienkirche, das ehemalige Postfuhramt, das St. Hedwig-Krankenhaus, die Neue Synagoge, die Hackeschen Höfe und das ehemalige Kaufhaus Wertheim. Sie ist von gesamtstädtischer Bedeutung.
Berühmt ist das behutsam erneuerte Quartier für sein Erscheinungsbild und Flair der gewachsenen Stadt, mit seinem Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten. Mit seinen Galerien, historischen Gewerbehöfen und attraktiven Einkaufsmöglichkeiten zieht die Spandauer Vorstadt viele Berliner und zahlreiche Touristen an.