Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost

Das Fördergebiet Prenzlauer Berg

Projekte des Fördergebiets
In der "Grünen Stadt"
Straßenszene

Die Förderkulisse des Programms Stadtumbau Ost umfasst einen großen Teil des Pankower Ortsteils Prenzlauer Berg. Im Gebiet befinden sich die bereits aufgehobenen Sanierungsgebiete Helmholtzplatz, Kollwitzplatz, Winsstraße, Teutoburger Platz und Bötzowviertel. Auch die Quartiere Falkplatz, Ernst-Thälmann-Park und Grüne Stadt sind Teil des Fördergebiets. Im Norden begrenzt die Ringbahn das Gebiet. Im Süden reicht es bis zur Bezirksgrenze nach Mitte entlang der Torstraße.

Insgesamt zeichnet sich das Fördergebiet Prenzlauer Berg durch eine fast vollständig erhaltene Gründerzeitbebauung aus. Seit etwa 1850 waren nördlich des Berliner Stadtkerns nach und nach neue Viertel entstanden, die sich entlang der großen Ausfallstraßen nach Norden erstreckten. Die Grüne Stadt entstand dagegen in den 1930er Jahren als Ensemble von vierstöckigen Siedlungsbauten mit grünen Innenhöfen. Im Ernst-Thälmann-Park sowie in der Mendelssohnstraße stehen die einzigen Gebäude in Plattenbauweise im Fördergebiet.

Bis Ende der 1990er Jahre war das Gebiet geprägt durch viele unsanierte, teilweise leer stehende Wohnungen, vor allem in den Altbauten. Durch die Festlegung der Sanierungsgebiete zwischen 1993 und 1995 wurde die Abwanderung von Bewohnern und der Verfall der wertvollen Bausubstanz gestoppt. Die Stadtumbau-Maßnahmen zur Sanierung der sozialen Infrastruktur und zur Aufwertung des öffentlichen Raums flankierten ab 2002 die Maßnahmen an den Wohnbauten.

Heute sind die Altbauquartiere von Prenzlauer Berg fast vollständig saniert und bilden eine bevorzugte Wohnlage für junge, gut verdienende Familien. Auch in der Grünen Stadt hat die Sanierung zu einem Zuzug von jungen Familien geführt. Die Bevölkerungszahl im Fördergebiet Prenzlauer Berg stieg von 2000 bis 2009 um 13 Prozent, bis Ende 2014 um weitere 10,5 Prozent. Der Anteil der Unter-Sechsjährigen betrug Ende 2014 7,9 Prozent und lag damit deutlich über dem Berliner Durchschnitt (5,6 Prozent).

Informationen

Stadtumbau-Programm: Ost

Fläche: ca. 512 ha

Baudenkmale: 43

Wohnungen: 56.100 WE (Stand: 2010)

Einwohner: ca. 97.721 (Stand: 31.12.2014)
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AktuellRückbau soziale InfrastrukturAbgeschlossenRückbau soziale Infrastruktur

Ziele

Aufwertung des Hauptgebäudes der Grundschule am Planetarium
Sanierter Giebel Plattenbauschule mit Schriftzug und stilisiertem Wandbild

Von Anfang an lag das Hauptaugenmerk auf der qualitativen und baulichen Verbesserung der sozialen Infrastruktur in Prenzlauer Berg. War die Kapazität der Schulen und Kindergärten zu Beginn des Programms noch ausreichend, so kommt seit 2008 zu den Aufgaben der Sanierung und Modernisierung der Bausubstanz nun auch die Vergrößerung der Aufnahmekapazität und die Anpassung an moderne Lernformen hinzu (siehe Fortschreibung INSEK 2007).

In den dicht bebauten Gründerzeitquartieren ist insgesamt wenig Platz für grüne Ausgleichsflächen. Deshalb werden Spielplätze und vorhandene Grünflächen aufgewertet und - wo möglich - erweitert.

Der starke Park-Such-Verkehr in den engen Wohn- und Geschäftsstraßen war ein weiteres großes Problem. Maßnahmen zum steuernden Eingriff in das fließende und ruhende Verkehrsgeschehen waren deshalb von großer Bedeutung: Besonders vor Schulen und Spielplätzen, aber auch in beliebten Einkaufsstraßen galt es, den Verkehr neu zu ordnen, um den Straßenraum für Fußgänger und Radfahrer besser nutzbar und das Gebiet für Bewohner und Gäste attraktiver zu machen.

Stand der Sanierung

Die neue Kinder- und Jugendeinrichtung im Bötzowkiez
Kinder u. Jugendliche vor orangem Flachbau

Das Fördergebiet Prenzlauer Berg ist in den vergangenen Jahren zu einem familienfreundlichen Quartier geworden. Neben der Sanierung des Wohnungsbestandes hat die Aufwertung der sozialen und kulturellen Infrastruktur dazu maßgeblich beigetragen. Im September 2015 eröffnete im Bötzowviertel ein neues Kinder- und Jugendfreizeitzentrum. Die Jugendfreizeiteinrichtung "Dimi" wird bis Ende 2015 saniert.

Auch zahlreiche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wurden in den letzten Jahren durchgeführt. Sie trugen viel zur Lebendigkeit und Attraktivität des Ortsteils bei. Außerdem sind zahlreiche Spiel- und Grünanlagen aufgewertet worden, einige Spielplätze wurden neu angelegt. Bis Ende des Jahres 2015 wird zudem ein Vertiefungskonzept für den Bereich "Grüne Stadt" erarbeitet. Hierbei werden vor allem Maßnahmen für den Anton-Saefkow-Park untersucht.

Zum Stand der Sanierung gibt der Statusbericht 2012 detaillierte Informationen (siehe "Dokumente")

Zukünftige Prioritäten

Luftbild vom Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park

Eine große Herausforderung besteht nach wie vor in der Bereitstellung von bedarfsgerechten Kita- und Schulplätzen. Aktuell werden Kita- und Schulgebäude  saniert und ausgebaut (siehe aktuelle Projekte). Die Erweiterung der Grundschule am Planetarium wird zurzeit vorbereitet.

Die Erneuerungsmaßnahmen in den ehemaligen Sanierungsgebieten sind nahezu abgeschlossen. Die Stadtumbau-Aktivitäten konzentrieren sich deshalb zunehmend auf drei Vertiefungsgebiete:

  1. das denkmalgeschützte Ensembles des Ernst-Thälmann-Parks mit seinen Plattenbauten, Kultureinrichtungen und weitläufigen Grünanlagen
  2. das angrenzend neu zu entwickelnde Gebiet rund um den ehemaligen Güterbahnhof Greifswalder Straße sowie
  3. die Grüne Stadt.

Auch das Quartier um den Falkplatz profitiert durch die Sanierung der Schule.

Den Abschlussbericht zur Voruntersuchung Thälmannpark von 2014 finden Sie unter "Dokumente".

S. Wolkenhauer, A. Stahl, Planergemeinschaft eG, aktualisiert 2015, Fotos: Planergemeinschaft eG, Dittmann Ingenieugesellschaft mbH, Humanistischer Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., Geoportal Berlin, Luftbild 2014
Stand: August 2016

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Speckmann, Christoph

Tel: (030) 90295 3118

News aus dem Fördergebiet

Juli 2016

Beteiligungsveranstaltung Grüne Stadt und Anton-Saefkow-Park

April 2016

Spiel- und Bolzplatz Fröbelstraße wird erneuert

Januar 2016

Zwei Spielplätze im Gleimviertel wiedereröffnet

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